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K1 Die Reportage: "Abriss in Sekunden - Sprengmeister in Aktion" / Ein Film von Eva Demmler

    Unterföhring (ots) - Hochhäuser, Brücken, Schornsteine: wann immer
ein normaler Abbruch zu aufwändig und zu teuer ist, werden die
Sprengmeister gerufen. Mit hoch brisanten Sprengstoffen verwandeln
die "Zerstörer aus Leidenschaft" monströse Gebäude in Schutt. Mit dem
Druck aufs Knöpfchen, der Zündmaschine allein, ist es allerdings
nicht getan - Sprengungen erfordern präzise Planung und Teamwork.
K1-Autorin Eva Demmler dokumentiert die spannende Arbeit von
Sprengmeistern. Neben körperlicher Schwerstarbeit ist höchste
Konzentration nötig. Nirgendwo ist Erfolg und Misserfolg so sichtbar
wie bei Sprengungen.
    
    "K1 Die Reportage" ist dabei, wenn das größte Projekt in der
Geschichte der Thüringer Sprenggesellschaft mbH in Angriff genommen
wird. Das "Kraftwerk Mitte" bei Spremberg soll dem Erdboden gleich
gemacht werden. Sprengmeister Michael Schneider (40) und sein Team
benötigen 1,2 Tonnen Sprengstoff, um das 209 Meter lange Gebäude zu
zerstören. Die Vorbereitungen bis zum entscheidenden Tag dauern über
vier Wochen. Ein solch gigantisches Vorhaben ist für Schneider ein
ganz besonderes Ereignis.
    
    Sprengmeister Peter Pohl (61) soll zwei 110 Meter hohe und fast
3.000 Tonnen schwere Schornsteine nahe Cottbus in Schutt und Asche
legen. 40 Kilogramm Sprengstoff werden auf 600 Bohrlöcher verteilt.
Mit Hilfe des Computers simuliert Statiker Dr. Rainer Melzer den
exakten Fall der beiden Giganten aus Stahlbeton. Doch trotz aller
Vorsicht: Eine solche Sprengung ist nie hundertprozentig berechenbar.
Ein Restrisiko bleibt. Für Pohl ist dies auch nach 39 Jahren
Berufserfahrung kein Routinejob. In der Lausitz steht der
Sprengmeister vor einer noch größeren Herausforderung: Die
zweitgrößte Kohleförderbrücke der Welt wird nicht mehr gebraucht.
6.000 Tonnen Stahl müssen zu Fall gebracht werden. Peter Pohl muss in
80 Meter Höhe balancieren, um russischen Spezialsprengstoff, der wie
ein Schneidbrenner funktioniert, an der Brücke zu befestigen.
    
    Besonders gefährlich sind Sprengungen, die mitten in Wohngebieten
stattfinden. Drei Hochhäuser in der Nähe von Paderborn sollen neuen
Gebäuden weichen. Rund 100 Menschen müssen evakuiert werden, denn
ihre Häuser stehen nur 50 Meter weit entfernt.
    
    Sprengmeister und ihre Arbeit - kein Auftrag gleicht dem anderen.
Kein Vorhaben ohne Risiko. Für die Meister der Zerstörung bedeutet
jede Sprengung Adrenalin pur.
    
    K1 Die Reportage: "Abriss in Sekunden - Sprengmeister in Aktion" -
am Donnerstag, den 15. November 2001, um 22:15 Uhr bei Kabel 1.
    
    
    
ots Originaltext: Kabel 1
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