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Krieg der Sterne/ Blutige Dressur/ Falle für Promillesünder
K1 Das Magazin mit Sanja Nowara, am Donnerstag, 25.01.2001, um 23:15 Uhr bei Kabel 1:

Unterföhring (ots) - Krieg der Sterne Restaurant-Tester - sie entscheiden über den Ruf der Spitzenköche. Jedes Jahr im November kürt der Restaurantführer Gault-Millau in seiner aktuellen Ausgabe den Koch des Jahres. 30 Testesser haben zuvor zwölf Monate lang knapp 1.500 Spitzenrestaurants auf ihre Qualität überprüft. Von dieser Gourmetbibel werden jährlich ca. 50.000 Exemplare verkauft. Für die notwendigen Testessen gibt der in München ansässige Heyne-Verlag pro Jahr etwa 700.000 Mark aus. Eine Auszeichnung des Gault-Millau bedeutet für einen Koch nicht nur Medienpräsenz, sondern auch den Blitzstart in eine große Karriere sowie ein beachtliches Umsatzplus für sein Restaurant. Doch existiert auch die Kehrseite der Medaille: Negativkritik hat schon so manchen Koch in eine Krise gestürzt und die Umsatzzahlen der entsprechenden Restaurants drastisch sinken lassen. Blutige Dressur Bulgarien - eines der wenigen Länder, in denen nach wie vor so genannte Tanzbären gehalten werden. Ringe in den empfindlichen Lefzen und Ketten bedeuten für die Braunbären eine Quälerei. Die "Ausbildung" zum Tanzbären ist keine normale Dressur, sondern ein trainiertes Angstszenario: Wenn die Tiere jung sind, werden sie auf ein heißes Blech gezogen. Nicht wegen der Musik, sondern vor Schmerzen heben sie ihre Tatzen. Dieses Verhalten zeigen sie dann später immer, wenn sie die Musik der alten Violinen hören. Durch die Spenden der Touristen nehmen die Halter etwa 30 Mark täglich ein - mehr als ein Arzt in Bulgarien verdient. Bereits 1993 hat die bulgarische Regierung die Ausbildung von Tanzbären verboten. Allerdings dürfen die Besitzer mit allen vor diesem Zeitpunkt ausgebildeten Tieren weiterarbeiten. Falle für Promillesünder München, Freitag Nacht: 30 Polizisten sind im Einsatz - Alkohol-Kontrolle an einer belebten Ausfallstraße. Für viele Promille-Sünder beginnt hier ein scheinbar endloser Kampf um den Führerschein. Denn wer seine Lizenz bei über 1,6 Promille zurückhaben will, muss zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, kurz MPU. Kosten: Bis zu 1.200 Mark. Ohne Vorbereitung fallen bei der MPU etwa 90 Prozent durch - das bedeutet weitere Kosten für jede Wiederholung. Ein lukrativer Markt für private Unternehmen, die Vorbereitungskurse für die MPU anbieten. Hierfür muss man zwischen 2.000 und 7.000 Mark hinblättern. Doch nicht nur ein dicker Geldbeutel ist gefordert, sondern auch starke Nerven. Lügen will gelernt sein - mit allen psychologischen Finessen wird bei der MPU versucht, den "Täter" als Alkoholiker zu entlarven. ots Originaltext: Kabel 1 Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: Kabel 1 Julia Abach Tel: 089/ 9507-2244 Kabel 1 text, S.321 http://www.Kabel1.de Original-Content von: kabel eins, übermittelt durch news aktuell

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