ZDF

ZDF-Programmhinweis
Dienstag, 8. September 2015

Mainz (ots) -

Dienstag, 8. September 2015, 9.05 Uhr

Volle Kanne - Service täglich
mit Ingo Nommsen

Gäste im Studio:
Johnny Logan, Sänger
Olaf Berger, Sänger

Richtig lesen und schreiben können - Initiative für Alphabetisierung
Melonensalat mit Bündnerfleisch - Kochen mit Armin Roßmeier
Kalter Kaffee - Tipps von Barista Alessandro Metafune
Warum Basketballkörbe so hoch hängen - Der "Besserwisser" klärt auf
"REWE gegen EDEKA" im ZDF - Duell der Lebensmittel-Handelsriesen
Erste Hilfe - Maßnahmen, die Leben retten
Mario Adorf wird 85 - Wir gratulieren


Dienstag, 8. September 2015, 12.10 Uhr

drehscheibe
mit Tim Niedernolte

Gemüse aus dem Garten - Vorsicht, Gift!
Expedition Deutschland: Düsseldorf - Besuch beim Zahnarzt
Spektakuläre Stunts - Tanja de Wendt im Porträt


Dienstag, 8. September 2015, 17.10 Uhr

hallo deutschland
mit Lissy Ishag

Prozessauftakt in Trier
Mann soll 16-Jährige ermordet haben


Dienstag, 8. September 2015, 17.45 Uhr

Leute heute
mit Karen Webb

Elyas M'Barek wird gefeiert - Premiere von "Fack Ju Göhte 2"
Mario Adorf hat Geburtstag - Der Schauspieler wird 85
Alexandra Maria Lara am Filmset - Ehemann Sam Riley ist auch dabei


Dienstag, 8. September 2015, 21.00 Uhr

Frontal 21
mit Ilka Brecht

EDEKA greift nach Tengelmann - Millionendeal gefährdet Arbeitsplätze

Über 16 000 Mitarbeiter der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann 
könnten bald auf der Straße stehen, sollte Bundeswirtschaftsminister 
Sigmar Gabriel (SPD) den Deal mit der EDEKA-Gruppe nicht durchwinken.
Denn Karl-Erivan Haub, Inhaber und Sohn des Firmengründers, droht mit
Entlassungen und der Schließung von rund 450 Läden. Für ihn steht 
fest: Er will seine Lebensmittelmärkte nur an EDEKA verkaufen. 

Doch Bundeskartellamt und Monopolkommission lehnen die Übernahme 
wegen drohender Marktmacht ab. Die Fusion besiegeln kann jetzt nur 
noch eine Minister-Erlaubnis - und zwar dann, wenn die Übernahme dem 
Gemeinwohl entspricht. Davon sind die beiden Lebensmittelkonzerne 
überzeugt. Ihr Argument: Nur eine Übernahme durch EDEKA könne die 
Arbeitsplätze von Tengelmann retten.

Andere Mitbewerber wie die REWE Group sehen das anders und werben für
sich mit Beschäftigungsgarantien und Tariflöhnen bei den Kaiser's 
Tengelmann-Mitarbeitern. Geht es nach Haub, sollen sie nicht zum Zuge
kommen. Da liegt die Frage nahe: Hat er sich für den Verkauf seines 
Stammgeschäftes erneut eine Gewinnbeteiligung verschafft? 

Denn erst im Juni hat der Unternehmer für den Verkauf seiner 
Plus-Filialen an EDEKA eine Gewinnbeteiligung erhalten: Man schätzt, 
an die 40 Millionen Euro. Für die Kaiser's Tengelmann-Angestellten 
steht jedenfalls fest: "Da, wo der alte Haub ein Herz für uns 
Mitarbeiter hatte, hat der junge nur noch einen Taschenrechner."

"Frontal 21" fragt: Warum um jeden Preis nur EDEKA?

Der große Flüchtlingstreck - Europa vor der Zerreißprobe

Die europäische Flüchtlingspolitik ist gescheitert. Auch die deutsche
Regierung hat lange geglaubt, sie könne den Flüchtlingsstrom den 
Ländern an den Außengrenzen der EU überlassen. Dieses System ist 
jedoch zusammengebrochen. Jetzt kommt fast die Hälfte aller 
Flüchtlinge nach Deutschland. Doch die Verteilung der Menschen 
funktioniert nicht, und die Asylverfahren sowie die Abschiebungen 
dauern zu lange. Erst jetzt und viel zu spät hat das Bundesamt für 
Migration sein Personal aufgestockt. 

Während Deutschland die verzweifelten Menschen nun massenhaft 
aufnimmt, gibt es kaum ein Land in der EU, das eine ähnliche 
Hilfsbereitschaft zeigt. Insbesondere viele osteuropäische Länder 
weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen, obwohl sie seit Jahren EU-Geld
zur Wirtschaftsförderung annehmen. Die osteuropäischen 
Mitgliedsstaaten kassieren zwar rund 55 Prozent aller EU-Hilfen bis 
2020, nehmen aber nur 16 Prozent aller Flüchtlinge auf.

"Frontal 21" über eine Flüchtlingskrise, die längst zu einer Krise 
der EU geworden ist.

Immer mehr Geburtsschäden - Versagen in deutschen Krankenhäusern

Franz ist 20 Monate alt und schwer geistig und körperlich behindert. 
Dabei verlief bis zu seiner Geburt alles ganz normal. Doch während 
der Geburt bekam er nicht genug Sauerstoff und erlitt einen schweren 
Hirnschaden. Er wird ein Leben lang die Hilfe anderer brauchen.

Bei Patientenanwältin Ruth Schultze-Zeu häufen sich solche Fälle. Die
Zahl der Kinder, die während der Geburt eine gesundheitliche 
Schädigung erleiden, steigt, warnt die Juristin. So würden die 
zuständigen Hebammen oder auch Ärzte nicht über eine ausreichende 
Erfahrung in der Auslegung von CTGs verfügen. Beim CTG werden 
gleichzeitig die Herztöne des Kindes und die Wehen der Mutter 
gemessen.

Fehler könnten sich durch zusätzliche Übungen von Notsituationen 
vermeiden lassen, sagen Ärzte. Doch dafür fehle oft Zeit und Geld, 
kritisiert der Deutsche Hebammenverband: An vielen Kliniken fänden 
keine Weiterbildungen statt, und es werde an Personal gespart.
"Frontal 21" geht der Frage nach, ob Gefahrensituationen im Kreißsaal
vermeidbar sind.

Fragwürdige Familiengutachten - Eltern verlieren Sorgerecht

75 Prozent aller Gutachten in familienrechtlichen Streitigkeiten in 
Deutschland sind mangelhaft. Das ist das Ergebnis einer Studie der 
IB-Hochschule Berlin, die dem ZDF-Magazin "Frontal 21" exklusiv 
vorliegt. "Diese Gutachten haben gravierende Mängel bei den 
Testverfahren und den Methoden der Gesprächsführung. Außerdem 
entsprechen sie nicht dem aktuellen Forschungsstand", erklärt Werner 
Leitner, Professor für Angewandte Psychologie, der für die Studie 272
Familienrechtsgutachten aus den Jahren 2013 und 2014 aus allen 
Bundesländern untersucht hat. 

Als Entscheidungsgrundlage für die Gerichte seien diese mangelhaften 
Gutachten überhaupt nicht geeignet. Trotzdem würden auf ihrer 
Grundlage vielen Eltern das Sorgerecht entzogen, ganze Familien 
zerrissen. "Mit diesen mangelhaften Gutachten verdienen die Gutachter
zwar viel Geld. Auf der Strecke bleibt aber das Wohl der Familien und
der Kinder", so Werner Leitner weiter.

"Frontal 21" zeigt an verschiedenen Beispielen die Folgen: jahrelange
Rechtsstreitigkeiten, um gegen mangelhafte Gutachten und richterliche
Fehlentscheidungen vorzugehen, ohne Rücksicht auf diejenigen, um die 
es eigentlich gehen sollte - die Kinder.
 

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