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ZDF-Kulturmagazin "aspekte" über neue US-Schutztruppe für Kulturgüter
"Monuments Men" sind Thema in der aktuellen Ausgabe am Freitagabend

Mainz (ots) - Die USA stellen eine neue "Monuments Men"-Einheit auf. Dies bestätigt erstmals ein General der US Army gegenüber ZDF-"aspekte". Das Kulturmagazin berichtet darüber in seiner aktuellen Ausgabe am Freitag, 6. März 2015, 23.30 Uhr: Die geplante Schutztruppe soll in Zukunft Kulturgüter in Krisengebieten wie Syrien und Irak schützen.

"Wir haben während unserer Militärinterventionen der letzten 13 Jahre eine wichtige Lektion gelernt", sagt Hugh Van Roosen, Brigadier General der US Army, "Wir hätten eine solche Einheit haben müssen. Wir haben die internationale Verantwortung, das Kulturgut vor Ort zu schützen"

Van Roosen ist im US-Militärstützpunkt Ford Bragg (North Carolina) damit beauftragt, insgesamt 580 Spezialisten zu rekrutieren, die sich um 19 verschiedene zivile Bereiche kümmern werden, darunter auch Kulturgut. Für diese Einheit werden Archäologen, Museumstechniker, Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler verpflichtet.

Ein Einsatz der neuen "Monuments Men" kann nur erfolgen, wenn das US-Militär schon vor Ort ist und die US-Regierung dies entscheidet, oder die Regierungen der betroffenen Länder dies wünschen: "Wenn die irakische Regierung uns beispielsweise um Hilfe bittet, würden wir kommen", so Van Roosen.

Der Schutz des Kulturguts soll in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden erfolgen. "In den meisten Fällen wird es die Aufgabe des Landes selbst sein, das Kulturgut sicherzustellen. Unsere Experten würden vor allem die Leute vor Ort unterstützen", so Van Roosen. Außerdem sei es nicht zu empfehlen, das Kulturgut außer Landes zu schaffen. Solange die Sicherheitslage es erlaube, müsse der Erhalt vor Ort Priorität haben.

Das Budget für das Projekt steht bis 2018. Es sei noch gering, würde aber in den kommenden Jahren wachsen, sagt Van Roosen. Vollständig einsatzbereit werden die "Monuments Men" wahrscheinlich erst in einem Jahr sein.

Im Zweiten Weltkrieg hatten die USA eine Gruppe sogenannter "Monuments Men", die Kulturschätze vor der Zerstörung in Sicherheit brachten. Aus den Erfahrungen der 40er Jahre hat man für heute Schlüsse gezogen: Die Gruppe soll mit erfahrenen Experten hochrangig besetzt sein.

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