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Donnerstag, 8. Mai 2014, 23.15 Uhr
Europa auf dem "rechten" Weg?

Mainz (ots) -

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 23.15 Uhr 

Europa auf dem "rechten" Weg? 
EU-Gegner auf Stimmenfang
Film von Udo van Kampen und Ina D'hondt

Nein zu diesem Europa - so lautet die Formel, mit der 
europaskeptische und rechtspopulistische Parteien ihre Wähler 
mobilisieren wollen. Das bedeutet aber nicht, dass sie ihre alten 
Themen wie Kritik an der herrschenden Klasse und Fremdenfeindlichkeit
aus den Augen verloren haben.
 
So kämpft Geert Wilders in den Niederlanden nicht nur gegen das 
"Monster aus Brüssel" und für den Euroausstieg. Mitte März rief er 
auf einer Wahlkampfveranstaltung "Wollt ihr mehr oder weniger 
Marokkaner?". Die Freunde seiner Partei für die Freiheit (PVV) gaben 
lauthals die kalkulierte Antwort: "Weniger, weniger." 

Genau wie er hofft in Frankreich Marine Le Pen mit ihrer Front 
National bei der Europawahl stärkste Partei im Land zu werden. 
Grenzen dichtmachen, den Franc wieder einführen, Sozialleistungen 
steigern - damit punktete sie schon bei den Kommunalwahlen.
 
Nur ein Vorgeschmack auf den Ausgang der Europawahl am 25. Mai 2014? 
Quer durch Europa treten in knapp einem Dutzend Länder Parteien mit 
dieser einfachen These an: Genug gezahlt für die Bonzen in Brüssel, 
genug gezahlt für die Rettung der Südeuropäer. Studien zufolge 
könnten die europakritischen rechten Parteien rund 100 von 751 Sitzen
im Parlament erringen. 

Le Pen und Wilders wollen mit Gleichgesinnten eine eigene Fraktion 
bilden und umwerben die "Alternative für Deutschland (AfD)", die eine
Zusammenarbeit aber kategorisch ausschließt. Ginge es nach der AfD, 
gäbe es den Euro bald nur noch für die starken nordischen Länder, 
langfristig plädieren sie für einen geordneten Rückzug aus der 
gemeinsamen Währung.  

Udo van Kampen und Ina D'hondt gehen in der Dokumentation den Fragen 
nach, welchen Einfluss die EU-Kritiker auf die Politik im 
europäischen Parlament haben werden und welche Gefahr sie für das 
Projekt Europa darstellen. Die Autoren haken außerdem bei Vertretern 
der etablierten Parteien nach, was sie der Anti-Europastimmung 
entgegensetzen.  

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