Deutscher Tierschutzbund e.V.

Kampagnenstart: Deutscher Tierschutzbund ruft zum Protest gegen die qualvolle Ferkelkastration ohne Betäubung auf

Kampagnenstart: Deutscher Tierschutzbund ruft zum Protest gegen die qualvolle Ferkelkastration ohne Betäubung auf
Deutscher Tierschutzbund startet Kampagne und ruft zum Protest gegen die qualvolle Ferkelkastration ohne Betäubung auf. (Wolfgang Apel, Präsident Deutscher Tierschutzbund, im Bild zu sehen) / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Deutscher Tierschutzbund e.V."

Bonn/Berlin (ots) - Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden in Deutschland jedes Jahr mehr als 20 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung - bei vollem Bewusstsein, bei vollem Schmerzempfinden werden den Ferkeln operativ mit einem scharfen Messer die beiden Hoden entfernt. Das Deutsche Tierschutzgesetz legalisiert diese Qual. Demnach dürfen männliche Ferkel bis zum Alter von sieben Tagen ohne Betäubung kastriert werden. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt diese tierquälerische Praxis ab und fordert mit seiner neuen Kampagne "Ferkelprotest" ein deutschland- und EU-weites Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration. Aktuelles Bildmaterial, das dem Deutschen Tierschutzbund vorliegt, dokumentiert eindrucksvoll, was den Tieren angetan wird. Alle Interessierten können sich am Protest des Deutschen Tierschutzbundes der auf Kampagnenpage www.ferkelprotest.de beteiligen.

"Diesem millionenfachen Leid muss ein Ende gemacht werden - den Tieren werden unendliche Schmerzen zugefügt. Bei Hunden oder Katzen würde niemand eine solche Tortur zulassen - die Ferkel leiden millionenfach - und das immer noch gesetzlich legitimiert", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Bundesregierung und der für Tierschutz zuständige Bundesminister Horst Seehofer sowie seine Länderkollegen seien daher gefordert und müssten das Tierschutzgesetz entsprechend ändern. "Die Alternative ist da, NEULAND beweist es und es gibt keinen Grund mehr, auch und besonders für den Bauernverband, an der Qual festzuhalten.", so Apel.

Der Deutsche Tierschutzbund ruft die Verbraucher zum Protest auf. Der Appell: Verzichten Sie auf Schweinefleisch oder kaufen sie es nur, wenn Sie sicher sein können, dass die Ferkel unter Narkose kastriert wurden. NEULAND, der Verein für tiergerechte und umweltfreundliche Nutztierhaltung, ist seit dem 1. Mai 2008 konsequent: Bei allen NEULAND-Landwirten erhalten die Ferkel eine Kurzzeitvollnarkose mit dem auch in der Humanmedizin verwendeten Narkosegas Isofluran. Gleichzeitig wird den Tieren ein Schmerzmittel verabreicht, damit der Schmerz nach dem Aufwachen ebenfalls vermindert wird.

   Für den Ebergeruch verantwortlich sind Androstenon und Skatol: 
Androstenon wird beim Eber im Hoden zusammen mit dem 
Geschlechtshormon (Testosteron) produziert. Androstenon ist ein 
Sexuallockstoff. Die Synthese beginnt bereits im Ferkelalter und 
steigt während der Wachstumsphase - besonders ab einem Gewicht von 
ca. 90 kg - an. Beim Erhitzen des Fleisches kann das leicht flüchtige
Androstenon entweichen, das einen schweiß- und urinähnlichen Geruch 
hat. Dieser wird von vielen deutschen Verbrauchern als sehr 
unangenehm empfunden.

   Hinweis an die Redaktionen: 

   Dem Deutschen Tierschutzbund liegt Filmmaterial von der 
betäubungslosen Ferkelkastration vor - dieses und das aktuelle 
Kampagnenmotiv können in der Pressestelle angefordert werden. 

Pressekontakt:

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53115 Bonn
Tel.: 0228-6049624
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