OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V.

Infografik: Raps - nachhaltig von Kopf bis Fuß
Die Ernte ist in vollem Gange: wichtige Fakten über das wahre Multitalent Raps

OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V. / Anita Drbohlav, www.paneemadesign.com. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/77329 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie ...

Berlin (ots) - Wenn gerade in Deutschland auf einer Fläche von rund 1,4 Mio. Hektar um die 5,9 Mio. Tonnen Raps geerntet werden, beginnt für jedes einzelne Teil dieser wertvollen Pflanze eine Reise, die in Salatöl, Margarine, Lecithin für Schokolade oder Snacks, Tierfutter, Farben, Schmierfetten, Kosmetik, Glycerin, Biodiesel oder als ertragssteigernder Humusbildner auf dem Acker enden wird. Die wenigsten wissen um die Vielseitigkeit von Raps, dessen Vorzüge von Saat bis Wurzel zu finden sind. Die Rapspflanze hat in puncto Nachhaltigkeit außerdem einen weiteren Vorteil: sie hinterlässt keinen Abfall.

Bei der Rapsverarbeitung fallen 40 % Öl und 60 % Schrot, das als proteinreiches Tierfuttermittel eingesetzt wird, an. 2013 wurden in Deutschland ca. 1,6 Mio. Tonnen Rapsöl zu (1,6 Mio. Tonnen) Biodiesel weiterverarbeitet. Allein dank der Biodieselproduktion konnten Landwirte 2,4 Millionen Tonnen Rapsschrot an ihre Tiere verfüttern. Diese Menge ist wichtig, weil Deutschland einen Selbstversorgungsgrad mit Proteinen aus heimischen Futtermitteln von nur 37 % hat. 2015 sollen jedoch in Deutschland neue gesetzliche Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe gelten, die diesen gut funktionierenden und nachhaltigen Kreislauf in weiten Teilen bedrohen: Im Verkehrsbereich muss der Ausstoß von Treibhausgasen (THG) um 3,5 % reduziert werden. Die Mineralölindustrie erreicht dieses Ziel mit dem Einsatz von klimafreundlichen Biokraftstoffen. Dabei gilt, je besser die THG-Einsparung von Biokraftstoffen, desto weniger davon muss die Mineralölindustrie beimischen - und umso mehr klimaschädliches Mineralöl kommt dann in den Umlauf. Obwohl der Gesetzgeber bei Biokraftstoffen eine THG-Einsparung von 35 % im Vergleich zu Mineralölen verlangt, kann die Branche Biodiesel mit einer THG-Einsparung von 55-60 % liefern. Dadurch können die THG-Emissionen im Verkehrsbereich sogar um 4 % gesenkt werden. Bleibt es hingegen bei der geplanten THG-Reduktion von 3,5 %, wird eine Gelegenheit zu mehr Umweltschutz verpasst und die Biokraftstoffbranche wird ihre aktuelle Produktion nicht mehr so gut absetzen können, was fatale Folgen auch für den Rapsanbau in Deutschland haben könnte. Sinkt die Nachfrage nach nachhaltig produziertem Biodiesel auf Raps-Basis, könnten sich Landwirte für andere Kulturen entscheiden. Mangels des Rapsschrots für die Tierfütterung wird der Bedarf an Proteinimporten aus Übersee steigen.

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