Leopold Museum

Triumph der Nullpunkter - BILD

Triumph der Nullpunkter - BILD
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6665/ Im Bild v.l.n.r.: Franz Smola (Museologischer Direktor); Edgar B√∂hm (Executive Producer Eurovision Song Contest); Tex Rubinowitz (K√ľnstler); Stefan Kutzenberger (Kurator der Ausstellung); Ivan Ristic (Kurator der Ausstellung). Die Verwendung dieses Bildes ist f√ľr redaktionelle Zwecke honorarfrei. ...

Leopold Museum zeigt Tex Rubinowitz¬Ď Hommage an die Letztplatzierten des Song Contest

Wien (ots) - Einen au√üergew√∂hnlichen Beitrag zum bevorstehenden 60. Eurovision Song Contest (ESC) liefert der Karikaturist, Schriftsteller und Bachmann-Preistr√§ger Tex Rubinowitz mit seiner Ausstellung "The Nul-Pointers", die gestern Abend im Leopold Museum er√∂ffnet wurde. Die Schau r√ľckt nicht die Sieger des bekanntesten europ√§ischen Gesangswettbewerbes in den Mittelpunkt, sondern all jene, deren unverwechselbare Darbietungen mit keinem einzigen Punkt belohnt wurden.

Zwtl.: Following the spirit of Eurovision

Ausstellungskurator Stefan Kutzenberger schl√ľpfte f√ľr diesen Abend in die Rolle des Moderators und begr√ľ√üte die G√§ste in einwandfreiem Englisch bei dieser internationalen Ausstellung, "following the spirit of Eurovision". Er stellte den ebenso internationalen "German artist" Tex Rubinowitz vor. Nachdem eine spontane Befragung der G√§ste ergab, dass doch √ľberraschend viel deutschsprachiges Publikum anwesend war, wechselte er situationselastisch zur√ľck in seine Muttersprache und holte Co-Kurator Ivan Ristic zur Verst√§rkung auf die B√ľhne. Dieser hatte Rubinowitz urspr√ľnglich f√ľr ein "150 Jahre Ringstra√üe"-Projekt vorgeschlagen. Als Tex dann aber von einem weiteren Projekt, n√§mlich einer geplanten ESC-Schau im Leopold Museum h√∂rte, war es nicht schwer, den K√ľnstler daf√ľr an Bord zu holen. Der "f√ľr¬ís Niveau zust√§ndige" (O-Ton Kutzenberger) Ivan Ristic betonte, dass die Sieger als Gegenpol auch jene br√§uchten, "die sich ins Elend st√ľrzen".

Zwtl.: 34 Mal null Punkte

Anl√§sslich der Vernissage bekannte sich Tex Rubinowitz erneut zu seiner ganz speziellen Beziehung zum Song Contest: "Mich interessieren die Facetten des ESC". Alle Nullpunkter, es sind bisher 34, hat er f√ľr die Ausstellung im Leopold Museum in √Ėl auf Holz verewigt. Obwohl die Werke durch Reduktion und Witz begeistern, macht sich Rubinowitz nicht lustig √ľber die Letztplatzierten des Song Contest. Die Schau zeige laut Tex "kein Gruselkabinett, sondern eine Portr√§tgalerie".

Zwtl.: Edgar B√∂hm, "Br√ľckenbauer" und ESC Executive Producer des ORF, zum bevorstehenden Song Contest: "Die tollste Geschichte, die ich je gemacht habe"

Begeistert √ľber die Ausstellung zeigte sich auch Edgar B√∂hm, Executive Producer des ESC. Die Idee, nicht nur die Leistung der Gewinner, sondern auch jene der Verlierer zu ehren, passe perfekt zum Motto des heurigen Song Contest, das "Building Bridges" lautet. B√∂hm zum Song Contest: "Das ist die tollste Geschichte, die ich je gemacht habe: It¬ís a big business, but it¬ís a big duty, too".

Zwtl.: Tex Rubinowitz: Hommage an Finnlands ESC Beitrag

"Hold your horses", rief Rubinowitz dem euphorischen Vernissage-Publikum zu, als dieses ihn begeistert auf der B√ľhne akklamierte. Seinen Song Contest Sieger 2015-Geheimtipp, die Downsyndrom-Punks Pertti Kurikan Nimip√§iv√§t, pusht er in der Ausstellung mit einer besonderen Hommage: Sein Leintuch arbeitete er in eine finnische Flagge um, mit einer N√§hmaschine (Tex: "eine japanische Toyota, kein europ√§isches Modell") verewigte er die finnischen Bandmitglieder auf einer Stoffwindel: "F√ľr Tracey Emin habe ich extra sticken gelernt", so Rubinowitz. Seine Ausstellung befindet sich eine Etage unterhalb der Schau der f√ľr ihre Arbeit "My Bed" bekannten britischen K√ľnstlerin, die im Leopold Museum ganz neue Stickarbeiten zeigt. Tex verehrt Emin, bleibt aber bescheiden: "Die spielt auf einer ganz anderen Ebene" (Anmerkung: Tex ist auf Ebene -2 zu sehen, Tracey auf Ebene -1).

Zwtl.: MQ im Song Contest Fieber

Den effektvollen Schlussakkord der Er√∂ffnungsfeier setzte Franz Smola, museologischer Direktor des Leopold Museum. Er dankte dem Team, aber auch den Sponsoren Goldeck und Schloss Gobelsburg, die Durstl√∂scher des Abends. Smola setzte die Veranstaltung in den gr√∂√üeren Kontext der Sommer√Ėffnung des MQ und wies unter anderem auf die bevorstehende kreative Umgestaltung der 40 MQ-M√∂bel hin. Diese werden anl√§sslich des Eurovision Song Contest von K√ľnstlerinnen und K√ľnstlern - unter ihnen auch Tex Rubinowitz - bearbeitet. Jedes M√∂bel wird einem am ESC teilnehmenden Land gewidmet und in wenigen Wochen f√ľr einen guten Zweck versteigert. Zum Schluss erkl√§rte Direktor Smola die Ausstellung f√ľr er√∂ffnet.

Zwtl.: Gruß aus Venedig: "The winner is… Tex!"

Ausnahmsweise nicht bei der Er√∂ffnung anwesend war diesmal Leopold Museum Managing Director Peter Weinh√§upl, der zeitgleich der Er√∂ffnung der Biennale beiwohnte, sein Fernbleiben aber sehr bedauerte. Er schickte dem K√ľnstler und dem Museumsteam eine Botschaft aus Italien: "Gro√üe Gratulation aus Venedig! The winner is ¬Ö.. Tex!".

Zwtl.: Tex am Turntable, Quehenberger am Keyboard: Sixties und Seventies-DJ-Klänge plus "Mäuse-Sound"

Unmittelbar nach den Er√∂ffnungsreden schwang sich Tex Rubinowitz an den Turntable und legte Melodien der Roaring Sixties und der wilden Siebziger auf - alle aus seiner Sammlung erlesener Schallplatten - ehe Philipp Quehenberger, Mitglied von Tex¬Ď Band "M√§use", das Keyboard in f√ľr das Museum eher un√ľblichen Lautst√§rke bearbeitete.

Zwtl.: Feiern mit Tex: Von Altmeister Daniel Spoerri bis MQ Direktor Strasser

Die G√§ste des Abends, unter ihnen MQ-Direktor Christian Strasser, Altmeister Daniel Spoerri, die K√ľnstlerinnen Linde Waber und Bernadette Huber, Falter-Feder Klaus N√ľchtern, archiguard-Architekt Andreas Heizeneder, Caterina Hofirek-Zechner und Thomas Schmidle vom ORF-ESC-Team, Az W-Kuratorin Monika Platzer, Gudrun Engl vom Wien Tourismus u.v.m. feierten mit Tex Rubinowitz die Nullpunkter, ehe sie hinaus in die bestens besuchte MQ-Sommer-Er√∂ffnungsnacht str√∂mten, die mit Tex-Nullpunktern beleuchtete Leopold Museum-Fassade bestaunten und den im MQ-Hof wabernden Sound der Kultband "Kreisky" mit auf den Heimweg nahmen.

Zwtl.: "Tex Rubinowitz. The Nul-Pointers". Die Leopold Museum Ausstellung zum ESC

Die Ausstellung "Tex Rubinowitz. The Nul-Pointers" ist von 8. Mai bis 8. Juni im Leopold Museum zu sehen. Das Leopold Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet, am Donnerstag von 10-21 Uhr. An Dienstagen ist das Museum geschlossen, ausgenommen Dienstag, 2. Juni. An diesem Tag ist die Ausstellung aufgrund der Sommeröffnung - von Juni bis August ist das Museum täglich geöffnet - von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen. Einen dynamischen Clip zur Vernissage gibt es unter https://youtu.be/7BP9iWRfSC4 zu sehen, mehr zur Ausstellung erfährt man auf www.leopoldmuseum.org .

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6665

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