BR Bayerischer Rundfunk

Bayerisches Fernsehen
Wir in Bayern. Der FamilienNachmittag, Samstag, 15. Dezember 2001, 13:05 bis 16:00 Uhr

München (ots) - "Gernstl unterwegs" Spezial - "Eine Expedition entlang der Bundesstraße 2" Mit einem "Gernstl unterwegs"-Spezial verabschiedet sich "Wir in Bayern. Der FamilienNachmittag" in die Weihnachtszeit. Ein Fernsehschmankerl - nicht nur für "Gernstl"-Liebhaber: Franz X. Gernstl Reise führt diesmal entlang der B 2 von der bayerisch-österreichischen Grenze bei Mittenwald über Garmisch-Partenkirchen, Murnau und Weilheim nach Starnberg, dann von München aus über Fürstenfeldbruck nach Augsburg und Solnhofen ins Altmühltal. Franz Xaver Gernstl und sein kleines Team fahren durch die bezaubernde bayerische Landschaft und interessieren sich dabei weniger für die bekannten Sehenswürdigkeiten als für Menschen, die sie im Lauf der Reise, meist zufällig, kennen lernen. In Mittenwald, am Fuße des Karwendelgebirges, erklärt ein Tonholz-Händler, dass an sich jedes Holz Töne von sich gibt, auch ein dürrer Ast, wenn man sich ihn auf den Kopf schlägt. Echte Tonhölzer sind jedoch ausgesuchte Fichten- und Ahornbretter. Und sehr viel mehr ist von dem Mittenwalder Urgewächs Heinz Kreuzer auch nicht zu erfahren, weil er gerade eine eilige Holzlieferung für Hollywood verpacken muss. Weiter geht es nach Garmisch-Partenkirchen. Dort gibt es einen uralten Friseurladen, dessen Ausstattung eher einer Jagdstube gleicht. Der Barbier erzählt seinem einzigen Kunden Gernstl, dass sein Wunschberuf eigentlich Metzger war - nicht gerade beruhigend, wenn er dabei mit dem frisch abgezogenen Rasiermesser die Haare hinterm Ohr ausschneidet. In Murnau am Staffelsee besucht Gernstl den Landwirt Adolf Gabler. Nach einem umfangreichen Frühschoppen, der mit der Verkostung größerer Mengen Blut- und Leberwürste endet, fährt Adi das Team mit dem Motorboot auf "seine" Insel, die Insel Wörth. Sie ist die größte im See und als einzige bewohnt. Adi betreibt dort einen Bauernhof mit zehn Kühen. Die Milch bringt er jeden Morgen mit dem Boot und in kalten Wintern auch mal mit dem Schlitten zum Festland. In Starnberg gerät Gernstl eher zufällig ins Heimatmuseum und stellt fest, dass man auch an so exponierten Plätzen interessante Typen treffen kann. Museumswärter ist ein ehemaliger Seemann, Werbetexter und Zen-Buddhist. Er hat den Job übernommen, weil er hier die Wellen vom See vor der Haustür hat. Er sagt: "Ein Leben ohne Wasser, das mag ich mir gar nicht vorstellen". In München ist für die drei Münchner natürlich ein Besuch auf dem Viktualienmarkt obligatorisch. Eingelegte Handgurkerl und Thüringer Rostbratwürste sind ein guter Start für die neue Etappe. In Adelshofen besucht Franz Xaver Gernstl den "Bierling Schorsch", einen ehemaligen Rennfahrer, der nun alte Traktoren sammelt. Auf seinem Hof, wo er die alten Bulldogs restauriert, lebt auch ein domestizierter Wolf, der prompt als erstes versucht, das Mikrofon des Tonmannes zu fressen. In den Straßen von Fürstenfeldbruck nimmt das Team die Verfolgung eines LKW-Oldtimers auf. Der 79-jährige Fahrer ist Bauunternehmer und seit gut dreißig Jahren mit dem kleinen Laster unterwegs. Er lebt alleine und erklärt, dass er auch keine Frau mehr im Haus haben will, weil die Chancen, eine echte Superfrau zu finden, in seinem Alter doch ziemlich gering seien. In Schmiechen, in der Nähe von Augsburg, trifft das Trio einen bayerischen Indianer. Der von den Dakotas abstammende Berrie betreibt in dem kleinen Ort das Wirtshaus "Zum Indianer". Weiter geht es auf der Bundesstraße 2 nach Augsburg, in die älteste Stadt Bayerns. Ein stadtbekanntes Original ist der selbsternannte "König von Augsburg". Wenn man fragt, gibt "Majestät" freundlich Auskunft. Auch wenn ihn manche Augsburger belächeln, ist er doch wohl gelitten und in seiner königlichen Pose aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. In der Nähe von Meinheim entdeckt das Team von Franz Xaver Gernstl im Vorbeifahren ein Indianerzelt. Eine Gruppe von jungen Leuten trifft sich hier regelmäßig bei Vollmond, um in der sogenannten "Schwitzhütte" nach indianischem Brauch Körper und Seele zu reinigen. In Solnhofen im Altmühltal besucht Franz Xaver Gernstl einen alten Bekannten, den Kabarettisten Peter Knobloch, der dort einen Steinbruch betreibt und für den die harte Knochenarbeit als Steinbrecher ein willkommener Ausgleich ist. In dem in Bayern kaum vermuteten Ambiente, das aussieht als wäre es die wildromantische Kulisse für einen Karl-May-Film, gibt es einige Dutzend Claims, in denen die gefragten Solnhofener Platten in mühsamer Handarbeit abgetragen werden. Fotos: BR-Bildarchiv, Telefon 089/5900-3040; Fax 089/5900-3284; E-Mail Angelika.Zettl@br-mail.de oder BR-APIS-ONLINE 10040 sowie Leonardo-ISDN 089/5900-4597 (bitte melden Sie Ihre Anfrage bei Leonardo unter der Telefonnummer 089/5900-2738; Gerhard Kirmair an). E-Mail Gerhard.Kirmair@br-mail.de Die Kassetten zur Reihe "Gernstl unterwegs" gibt es in den BR-Shops. Wir in Bayern. Der FamilienNachmittag Wieder am Samstag, 12. Januar 2002, 13:00 bis 16:00 Uhr, Bayerisches Fernsehen ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Kontakt: Bayerischer Rundfunk Pressestelle Tel. 089 / 5900 2176 Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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