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Zeitspiegel-Umfrage: Trotz leichter CSU-Verluste profitiert SPD kaum von BSE-Skandal
Christian Ude vor Edmund Stoiber

München (ots) - Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap, die das BR-Fernsehmagazin "Zeitspiegel" am Mittwoch (10.Januar, 21.20 Uhr) veröffentlicht. Die Auseinandersetzungen um die politische Verantwortung für den BSE-Skandal haben der CSU nur leicht geschadet. Bei der "Sonntagsumfrage" zu den bayerischen Landtagswahlen käme die Regierungspartei auf 54 Prozent, das sind 3 Prozent weniger als bei der letzten Umfrage vom Juli 2000 . Die SPD erhielte danach 28 Prozent und würde sich somit lediglich um ein Prozent gegenüber Juli 2000 verbessern. Nur 45 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern trauen der neuen Führungsmannschaft der SPD zu, bei den nächsten Landtagswahlen ein besseres Ergebnis zu erzielen als 1998. 43 Prozent glauben das nicht. Die Grünen erhielten in der Umfrage 7 Prozent gegenüber 6 Prozent im Juli 2000. Im Aufwärtstrend ist die bayerische FDP, die sich von einem Prozent (Januar 2ooo) über 3 Prozent (Juli 2000) auf nunmehr 4 Prozent steigern konnte. Geschadet hat die BSE-Krise allerdings dem Ansehen einiger Spitzenpolitiker der CSU. So liegt Ministerpräsident Edmund Stoiber bei der Frage nach der Bewertung der politischen Arbeit nunmehr knapp hinter dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der wiederum weit bessere Noten als Wolfgang Hoderlein und Franz Maget erhielt. Nach Stoiber bekamen im Kabinett Günter Beckstein, Kurt Faltlhauser und Hans Zehetmaier die besten Noten. Immerhin 78 Prozent sehen erhebliche Versäumnisse der Staatsregierung in der Vergangenheit, was die Vermeidung von BSE-Risiken in Bayern angeht. So halten denn auch 74 Prozent die Bekämpfung der Tierseuche BSE als Aufgabe der Landespolitik für sehr wichtig, es folgen Schulreform und Schuldenabbau mit jeweils 37 Prozent, der Ausbau des bayerischen Verkehrsnetzes mit 30, die Klärung von Affären wie LWS oder Deutscher Orden mit 24 und die Zuwanderung mit 12 Prozent. Befragt wurden in der ersten Januarwoche 1000 Wahlberechtigte in Bayern. Mehr Informationen sowie weitere Ergebnisse wird der "Zeitspiegel" in seiner Sendung am 10.1.2001 bekannt geben. Die ausführliche Analyse ist mit Sendebeginn unter www.zeitspiegel.de zu erhalten. ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bayerischer Rundfunk, Pressestelle Rundfunkplatz 1 80300 München Tel.: 089/3806-5856 Telefax: 59 00-33 66 pressestelle@br-online.de Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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