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Dienstag 31. Oktober 2000, 10:03 - 11.00 Uhr
Das Notizbuch

München (ots) - "Auf Leben und Tod - Der Fall Debbie Milke und das amerikanische Justizsystem" von Margot Litten und Irmtraud Richardson Mehr als 3000 Menschen sitzen in den USA in den Todeszellen. Nicht wenige von ihnen, so warnen Bürgerrechtler, werden unschuldig sterben - Totschlag im Namen des Volkes. Debbie Milke könnte eine von ihnen sein - ihre Geschichte zeigt, wie lässig Gerichte in den Vereinigten Staaten oft mit der Verhängung der Todesstrafe umgehen. Die gebürtige Berlinerin wurde wegen Anstiftung zum Mord an ihrem Sohn Christopher verurteilt. Doch Beweise dafür gibt es nicht - nur die Aussage eines zwielichtigen Polizisten, nur ein angebliches Geständnis, für das Zeugen und Belege fehlen. Trotzdem sitzt die 37jährige seit zehn Jahren in Isolationshaft in Perryville im Wüstenstaat Arizona. Im vorigen Jahr wurde ihre Hinrichtung schon einmal "geprobt", doch ihr Anwalt konnte den Henkerstermin in letzter Sekunde verhindern. "Aber uns steht seitdem der Tod vor Augen", sagt die Deutsche Renate Janka. Sie ist Debbies Mutter und kämpft seit Jahren um die Freilassung ihrer Tochter, von deren Unschuld sie überzeugt ist. Obwohl das Helferteam in Arizona teilweise zum Nulltarif arbeitet, haben die "harten Kosten" die privaten Mittel von Renate und Alex Janka bereits total erschöpft. Der erhoffte, neue Prozess wird schätzungsweise einige 100.000 US-Dollar verschlingen. Wer für Debbie Milkes Prozess spenden möchten, kann das tun unter dem Stichwort "Spenden für Debbie Milke", Sparkasse Staufen, Kontonummer 9436007, BLZ 68052328. ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Kontakt: Bayerischer Rundfunk Pressestelle Tel. 089 / 5900 2176 Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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