BR Bayerischer Rundfunk

BR-alpha
Sonntag, 24. September 2000, 14.00 Uhr
Festzeit - Das Feiertagsgespräch
Der Sonntag

    München (ots) -
    Landesbischof Friedrich tritt für Erhaltung des Sonntags ein
Mitarbeiter der Kirche bringen ein "echtes Opfer"
    
    Gegen "jede weitere Aufweichung des Sonntags" hat sich der
Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Johannes
Friedrich, in einer Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks
ausgesprochen. Dieser Ruhetag sei nicht nur ein religiöses, sondern
auch ein wichtiges soziales Erbe. Entschieden lehnte der Theologe
eine allgemeine Ausdehnung der Arbeitszeit auf den Sonntag ab. Dies
seien Überlegungen "wie in der Zeit des Frühkapitalismus".
Wirtschaftlich sei dies nicht mehr notwendig, unterstrich
Landesbischof Friedrich.
    
    Die bayerische Landeskirche werde weiter für die Beibehaltung des
Sonntags kämpfen. Zu seiner persönlichen Sonntagsgestaltung befragt,
sagte Landesbischof Friedrich, dass der Besuch eines Gottesdienstes
und das Miteinander in der Familie für ihn unbedingt zu diesem Tag
gehörten. Für die Kirchen stelle die Sonntagsarbeit ihrer Mitarbeiter
ein großes Problem dar, sie sei "ein echtes Opfer". Dennoch sprach
sich Bayerns Landesbischof in der Sendung "Festzeit: Sonntag" von
BR-alpha für mehr und familiengerechte Angebote der Kirche auch am
Sonntagnachmittag und Sonntagabend aus.
    
    Die Sendung "Festzeit: Sonntag" wird am Sonntag, 24. September
2000, um 14.00 Uhr im Programm BR-alpha ausgestrahlt.
    
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