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Bayerisches Fernsehen
Mittwoch, 31. Mai 2000, 21.45 Uhr
Hotel Paradiso - Englischer Spielfilm von 1966

München (ots) - Hotel Paradiso - Englischer Spielfilm von 1966 - Regie: Peter Glenville Benedict Boniface, von seiner resoluten Ehefrau recht kurz gehalten, träumt dennoch von einem Schäferstündchen mit der hübschen Nachbarin Marcelle Cot, die von ihrem Mann sträflich vernachlässigt wird. Doch ausgerechnet in dem Hotel, in dem die beiden ihr Glück finden wollen, ist auch Monsieur Cot abgestiegen. Boniface gerät in helle Panik. Benedict Boniface ist ein wahrhaft prächtiges Beispiel eines Pantoffelhelden, seine Frau Angelique hält die Zügel fest in der Hand. Dennoch träumt Benedict von einem Schäferstündchen mit der bildhübschen Nachbarin Marcelle Cot, seitdem er Ohrenzeuge eines handfesten Ehekrachs zwischen dem ungleichen Paar geworden ist. Denn Marcelle, von ihrem viel älteren Mann aus Berufsgründen sträflich vernachlässigt, scheint ebenfalls einem kleinen Seitensprung nicht abgeneigt. Als eines Tages Madame Boniface sich zu einem Besuch über Nacht bei ihrer Schwester entschließt, scheint die Gelegenheit perfekt. Die Liebe überwindet alle Hindernisse, auch eine von der eifersüchtigen Ehefrau verschlossene Tür. Wohlgemut steuert man das verschwiegene Hotel Paradiso an. Doch kaum hat das heimliche Pärchen eingecheckt, naht das Unheil in Gestalt des mächtigen Monsieur Cot, der ausgerechnet im "Paradiso" eine geschäftliche Verabredung hat. Und nicht nur er bringt den Möchtegern-Casanova in Teufels Küche. Mit "Hotel Paradiso" verfilmt Peter Glenville (1913-1996) als Produzent, Autor und Regisseur verantwortlich - ein Bühnenstück des Franzosen Georges Feydeau (1862-1921), der in seinen sarkastischen Farcen voller Situationskomik und beißendem Witz die Neurosen und den "Fassadenreichtum" des Bürgertums aufspießte und bis heute überaus populär ist. Glenville tritt in seiner amüsant frivolen kongenialen Adaption selbst als der Autor Feydeau auf. Peter Glenville, der als Theaterschauspieler seine grandiose Karriere begann, gehörte zu den renommiertesten Theaterregisseuren der 50er und 60er Jahre - am Broadway und im London Westend gleichermaßen umjubelt. 1944 trat er zum ersten Mal vor die Filmkamera (Madonna der sieben Monde), 1995 inszenierte er mit seinem erschütternden Drama "Der Gefangene" mit Alec Guinness in der Titelrolle seinen ersten Kinofilm. Seine leider raren Ausflüge in das Medium Film waren immer etwas Besonderes, so die bewegende und brillante Leinwandversion der satirischen Komödie "Jakobowsky und der Oberst" von Franz Werfel (1963), die Tennessee-Williams-Adaption "Sommer und Rauch" (1961), der Historienfilm "Becket" (nach Jean Anouilh) mit Peter O'Toole und Richard Burton (1963) oder zuletzt die Graham-Green Adaption "Die Stunde der Komödianten" (mit Guinness, Burton, Elizabeth Taylor und Peter Ustinov) wie alle seine Filme großartig besetzt. So natürlich auch die Komödie "Hotel Paradiso", die mit der Kombination Guinness, Gina Loolobrigida und Robert Morley exquisite Schauspiel-Kost nicht nur verspricht, sondern auch bietet. Darsteller: Benedict Boniface - Alec Guinness Macelle Cot - Gina Lollobrigida Monseure Cot - Robert Morley Angelique Boniface Peggy Mount ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Kontakt: Bayerischer Rundfunk Pressestelle Tel.: 089 - 5900 2176 Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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