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Freitag, 17. März 2000,13.30 Uhr
Weltmacht Rom
8. Die Erben des Reichs

München (ots) - In der Mitte des 8. Jahrhunderts vereinigte der oströmische Kaiser Justinian noch einmal große Teile des Römischen Reiches. Er besiegt den Goten Theoderich, besetzt Italien und versucht, durch eine Justiz- und Verwaltungsreform ganz Rom wieder regierbar zu machen. Doch der Druck der Germanen hält an. Im 7. Jahrhundert wird Italien von den Langobarden unterworfen. Am Ende des 8. Jahrhunderts ist der Frankenkönig Karl mächtigster Herrscher in Europa. In Byzanz regiert die Kaiserin Irene. Für einen Augenblick sieht es so aus, als ob Rom durch eine Heirat Karls mit Irene wiedervereinigt werden könnte. Aber der Papst ist von Anfang an gegen eine solche Ehe: er fürchtet eine Minderung seiner politschen Macht. Der Papst holt sich die Franken als weltliche Schutzmacht und krönt Karl im Jahre 800 zum Imperator. Bald darauf wird Irene gestürzt Der Krieg der Franken gegen Byzanz entbrennt von neuem. Auf Torcello, einer der Hauptinseln des byzantinischen Venedig, begegnet Einhard, der Gesandte Karls des Großen, dem von den Franken gefangenen gehaltenen Dogen Obelerius. Einhard versucht, Obelerius zum Vermittler zu gewinnen; denn nicht nur der Kaiser von Byzanz auch der siebzigjährige Karl braucht Frieden. Am Ende steht 812 der Vertrag von Aachen. Kaiser Michael I. erkennt den Franken als römischen Kaiser an. Das Imperium seiner Nachfolger besteht als Heiliges Römisches Reich deutscher Nation bis 1806. ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Kontakt: Bayerischer Rundfunk Pressestelle Tel. 089 / 5900 2176 Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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