Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

"Gemeinsam für frühkindliche Bildung": Karl Kübel Preis 2014 für Projekte aus Kamen und Berlin

Die Gewinner des diesjährigen Karl Kübel Preises aus Kamen und Berlin. "Gemeinsam für frühkindliche Bildung": Karl Kübel Preis 2014 für Projekte aus Kamen und Berlin. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/7184 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter ...

Frankfurt/ Bensheim (ots) - Zwei Organisationen haben am 10. September in der Frankfurter Paulskirche den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis (KKP) 2014 erhalten: die Familienbande Familiennetzwerk Kamen e.V. aus Nordrhein-Westfalen und das Familienzentrum und Kinderfreizeithaus Ritterburg des Vereins Nestwärme e.V. aus Berlin. Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie hatte den Preis in diesem Jahr unter dem Titel "Das macht uns stark! - Gemeinsam für frühkindliche Bildung" ausgeschrieben. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung herausragende Initiativen, die die Ressourcen des Sozialraums als Bildungspartner für Eltern und Kinder stärken und die Bildungschancen für Familien mit jungen Kindern erhöhen.

"Die Eltern sind die ersten Experten und Expertinnen für ihr Kind. Wer Eltern ansprechen und einbeziehen will, muss ihnen auf Augenhöhe begegnen. In Ihren Einrichtungen gelingt Ihnen diese partnerschaftliche und wertschätzende Zusammenarbeit. Sie unterstützen Eltern bei der Erziehung und Kitas bei ihrem Bildungsauftrag. Liebe Nominierte aus Kamen und Berlin, Ihre Projekte und Initiativen haben mich beeindruckt, weil sie kreativ sind und weil Sie die Idee der Partnerschaftlichkeit ernst nehmen. Als Ministerin weiß ich, wie schwer es manchmal sein kann, alle an einen Tisch zu bekommen, aber Sie haben es geschafft, an Ihren Orten die zentralen Akteure dauerhaft für Familien zu gewinnen", erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Schirmherrin des KKP 2014, in ihrer Videobotschaft vor über 500 Gästen auf der Preisverleihung.

Insgesamt hatten sich rund 180 Initiativen beworben. Matthias Wilkes, Vorsitzender des Stiftungsrats der Karl Kübel Stiftung: "Wir sind beeindruckt von den zahlreichen Bewerbungen in diesem Jahr, die das herausragende Engagement für Familien widerspiegeln. Sie alle tragen zum Gelingen von Familie bei, indem sie die Entwicklung und Bildung der Kinder fördern, Eltern als Experten ihrer Kinder einbeziehen und so die Angebote den individuellen Lebenslagen der Familien anpassen."

Die Preisträger

Das Familiennetzwerk Kamen gewann den ersten Platz und ein Preisgeld von 30.000 Euro. Das Netzwerk ist die erste Anlauf- und Beratungsstelle für junge Familien am Ort, das vieles unter einem Dach vereint: Hebammenpraxis, Kindertagesstätte, Familienbildungsstätte, Familienunterstützender Dienst, Familienbüro, Infoabende, Veranstaltungen, Kurse und das Familiencafé. 2007 haben Mütter und Väter aus Kamen aus Mangel an Angeboten die Initiative nach dem Motto "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen." aufgebaut. Seitdem ist klar: Die Stärke der Familienbande sind die Familien und Besucher selbst. Familienbande fördert Familienselbsthilfe und eigenes Engagement vor Ort.

Den mit 20.000 Euro dotierten zweiten Platz belegte das Berliner Familienzentrum und Kinderfreizeithaus Ritterburg. Es ist zentraler Treffpunkt der Nachbarschaft; die Familien, der Hort der Grundschule und eine Vielzahl an Kitas finden auf dem umzäunten und kindgerechten Gelände einen sicheren Ort. Dabei stehen die Mitgestaltung, Partizipation und Vernetzung der Familien untereinander an erster Stelle. Der Grundansatz ist ganzheitlich und inklusiv: Familien werden über die biografischen Übergänge, Geburt - Kita - Schule, hinweg begleitet. Dies schafft nicht nur Vertrauen, es stärkt auch die Vernetzung mit anderen Bildungspartnern. Davon profitieren letztlich alle Beteiligten.

Bei der Auswahl der Preisträger ist die Karl Kübel Stiftung von einem ehrenamtlichen Expertengremium unterstützt worden; dessen Mitglieder sind: Franz Hamburger, Professor für Pädagogik/ Sozialpädagogik; Bernd Hock, Diplom-Pädagoge, Psychotherapeut und Entertainer; Gerda Holz, grad. Sozialarbeiterin und Diplom-Politikwissenschaftlerin; Jo Jerg, Diplompädagoge, Professor für Inklusive Soziale Arbeit, Pädagogik in der frühen Kindheit; Cornelia Lange, Leiterin Abteilung Familie im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Kathrin Succow, Stiftungsratsmitglied der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur.

Der Karl Kübel Preis feiert ein kleines Jubiläum

Der Karl Kübel Preis stellt eine der höchst dotierten Auszeichnungen für beispielhaftes Engagement im Bereich "Frühe Kindheit" in Deutschland dar und wird jährlich zu einem wechselnden Schwerpunktthema ausgeschrieben. In diesem Jahr hat er ein kleines Jubiläum gefeiert, denn er wurde zum 15. Mal verliehen. Initiiert wurde der Preis bereits 1990 vom Stifter Karl Kübel, zehn Jahre lang wurde er vergeben, bis er nach 1999 für einige Jahre ruhte. Anlässlich des 100. Geburtstags Karl Kübels wurde beschlossen, ihn 2010 wieder aufzunehmen. Viele prominente Persönlichkeiten haben den Preis über all die Jahre unterstützt: Schirmherren wie Dr. Angela Merkel, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Johannes Rau, Dr. Richard von Weizsäcker, Bischof Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann und Manuela Schwesig, aber auch Botschafter wie die Schauspieler Hans-Werner Meyer, Hannes Jaenicke und Natalia Wörner. Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung berichteten die Preisträger von 1990, die Eltern-Kind-Initiative e.V. aus Müllheim, und von 2010, das Bildungsforum Mengerskirchen, von den positiven Effekten, die die Auszeichnung auf ihre jeweilige Arbeit hatte.

mehr Informationen unter www.karlkuebelpreis.de

Hintergrund

1972 wurde die Karl Kübel Stiftung von dem Unternehmer Karl Kübel (1909-2006) gegründet. Der erfolgreiche Möbelfabrikant brachte den Erlös aus dem Verkauf seiner 3k-Möbelwerke und den größten Teil seines Privatvermögens in die Stiftung ein. Die Stiftungsarbeit basiert auf der Überzeugung, dass die Eltern-Kind-Beziehung das Leben entscheidend prägt und dass stabile Familien die Voraussetzung für eine optimale kindliche Entwicklung sowie für eine zukunftsfähige Gesellschaft bilden. Die Stiftung ist überwiegend operativ tätig und stärkt Familien, Eltern und Kinder, indem sie sich für unterstützende gesellschaftliche, bildungs- und familienpolitische Rahmenbedingungen einsetzt; die Projekte folgen dem Prinzip der 'Hilfe zur Selbsthilfe' und sind präventiv und nachhaltig ausgerichtet. Die gemeinnützigen Aktivitäten der Stiftung gliedern sich in drei Bereiche: Bildung, Entwicklungszusammenarbeit und Inlandsarbeit.

mehr zum Engagement der Stiftung unter www.kkstiftung.de

Pressekontakt:

Juliane Lehmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Karl Kübel Stiftung
Tel.: 06251/7005- 62
j.lehmann@kkstiftung.de



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