Komitee gegen den Vogelmord e. V.

Seltener Mini-Kormoran abgeschossen
Vogelschützer erstatten Strafanzeige

Cottbus (ots) - Naturschützer schlagen Alarm: Jäger haben im Bereich des Vogelschutzgebietes "Peitzer Teiche" (Landkreis Spree-Neiße) eine streng geschützte Zwergscharbe abgeschossen. Wie das Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurde der seltene Vogel bereits Mitte September bei Peitz gefunden - kurz nachdem eine Jagdgesellschaft in der Nähe des Fundortes auf Kormorane geschossen hatte. Bei der Untersuchung des toten Vogels durch Experten des Landes stellte sich jetzt heraus, dass in dem Körper mehrere Schrotprojektile - Beweise für den illegalen Abschuss - stecken. Ob der Vogel gezielt getötet oder mit einem Kormoran verwechselt und "versehentlich" abgeschossen wurde, ist noch unklar. Zwergscharben (Phalacrocorax pygmaeus) sind kleine Verwandte des europäischen Kormorans und in Deutschland nur sehr selten zu beobachten. Hauptverbreitungsgebiet der Art ist Südosteuropa, wo die etwa 45 Zentimeter großen Vögel in Kolonien nisten. Der Bestand gilt international als gefährdet.

Beim Tatort handelt es sich um ein sogenanntes "Europäisches Vogelschutzgebiet", das vom Land Brandenburg wegen seiner besonderen Bedeutung für die Vogelwelt nach Brüssel gemeldet wurde. Die Jagd auf Wasservögel ist dort jedoch weiterhin erlaubt.

Das Komitee gegen den Vogelmord hat wegen des Vorfalls heute Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Cottbus erstattet.

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