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Online-Dating: Bisexualität unbekannt?

Online-Dating: Bisexualität unbekannt?
Bisexuelle haben eine Flagge, aber bei Online-Dating keine Lobby / Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/71147 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Gleichklang Limited"

Hannover (ots) - Die psychologische Partnervermittlung www.Gleichklang.de hat festgestellt, dass die großen Partnervermittlungen im Internet offenbar noch nichts von der Existenz bisexueller Männer und Frauen gehört haben. Im Ergebnis müssten sich bei ausnahmslos allen angeschauten großen Dating-Plattformen Männer und Frauen entscheiden, ob sie entweder nach einem Mann oder nach einer Frau suchen wollen. Wer bisexuell sei und deshalb offen sei sowohl für eine Beziehung mit einem Mann als auch mit einer Frau oder sogar für eine Beziehung zu Dritt mit einem Mann und einer Frau, werde demgegenüber ausgeschlossen. "Bei einer aktuellen Analyse des Dating-Markt sind wir zu dem Ergebnis gelangt, dass sich an diesem Missstand seit Jahren nichts geändert hat", berichtet Seksan Ammawat, Geschäftsführer von Gleichklang.

Bisexualität ist nach Auskunft des Gleichklang-Psychologen Dr. Guido F. Gebauer die dritte große sexueller Orientierung des Menschen neben Heterosexualität und Homosexualität. Entsprechend sei es bei Gleichklang auch seit Unternehmens-Start 2006 für bisexuelle Singles möglich, nach Vertretern beider Geschlechter für eine partnerschaftliche Beziehung zu suchen.

Alle würden berechtigt aufschreien, wenn Homosexuelle beim Online-Dating ausgeschlossen werden würden, aber fast niemand sage etwas zur mangelnden Berücksichtigung bisexueller Suchmöglichkeiten bei den meisten Dating-Angeboten, wundert sich Dr. Gebauer. Dies zeige, wie wenig Bisexualität in unserer Gesellschaft nach wie vor anerkannt sei.

Den Ausschluss der Bisexualität bei den meisten Partnerbörsen hält Dr. Gebauer für den Ausdruck einer nach wie vor weit verbreiteten gesellschaftlichen Diskriminierung bisexueller Menschen. Die mangelnde Sichtbarkeit von Bisexualität in der Gesellschaft sei eine maßgebliche Ursache dieser Diskriminierung, die nach wissenschaftlichen Untersuchungen die seelische Gesundheit und die Lebenszufriedenheit bisexueller Menschen signifikant beeinträchtige.

Ein Bedarf für eine bisexuelle Suchoption beim Online-Dating ist nach Angaben von Seksan Ammawat durchaus vorhanden. So nutzten bei Gleichklang immerhin 5% aller Mitglieder die bisexuellen Suchoptionen. Mehr als 93 % dieser Mitglieder seien an einer traditionellen Zweierbeziehung interessiert, wobei sie sich eine solche aber ebenso mit einem Mann wie mit einer Frau vorstellen könnten. Der Mehrheit der bisexuellen Mitglieder lege außerdem Wert darauf, dass ein künftiger Partner oder eine Partnerin von ihrer Bisexualität wisse und diese akzeptiere. Nur knapp 7% der bisexuellen Mitglieder suche demgegenüber eine nicht-traditionelle partnerschaftliche Beziehung zu Dritt oder Viert.

Es sei schade und im Grunde ein Skandal, dass Bisexuelle beim Online-Dating noch immer meistens außen vor blieben, findet Seksan Ammawat. Dabei wäre es kinderleicht für die Anbieter, dies zu ändern. "Wir hoffen, dass bald auch die Konkurrenz entdecken wird, dass es bisexuelle Menschen gibt", gibt sich Seksan Ammawat optimistisch. Um zu einer größeren gesellschaftlichen Sichtbarkeit bisexueller Menschen und ihrer Belange beizutragen, betreibe Gleichklang daher auch zusätzlich zur Partnervermittlung das Informationsportal www.bisexuell.net.

Pressekontakt:

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Rambergstr. 41
30161 Hannover
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