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EKD-Denkschrift "Unternehmerisches Handeln" verfehlt eigenen Anspruch
Der Global Player Kirche hat den Auftrag zur Eindeutigkeit für des Menschen Recht und Würde

Berlin (ots) - Kirchliche Organisationen der Clean Clothes Campaign kritisieren: "Die Denkschrift bleibt weit hinter dem zurück, was unter Fachleuten aus Unternehmenskreisen, bei Sozial-Auditorinnen und Auditoren, Gewerkschaften und NROs Konsens ist." Die EKD könnte Impulsgeber sein, wenn diese den gesellschaftlichen Diskurs nach einem verbindlichen Corporate-Accountability-Rahmen fördern und an richtungweisenden Positionen anknüpfen würde wie z.B. der Resolution des Europäischen Parlaments zu CSR oder der Schriftlichen Erklärung über die "Zügelung der Marktmacht von Supermärkten" (WD 88/2007)oder an Positionierungen und Studien nationaler (CorA) und internationaler (ECCJ) Netzwerke zur Sozialen Verpflichtung von Unternehmen.

Seit 19 Jahren kann die CCC in Studien eine systematische Verletzung universeller Menschenrechte bei der Herstellung von Bekleidung nachweisen. Auf Grundlage dieser Expertise besteht die Einschätzung: In der EKD-Denkschrift findet sich die Realität der globalen industriellen Beziehungen ebenso wenig adäquat wieder, wie die aktuelle CSR-Debatte. Das Thema freiwillige Soziale Verpflichtung (CSR) ist an einem Scheideweg angekommen. Es ist höchste Zeit für verbindliche Corporate-Accountability-Rahmensetzungen.

Denn angesichts der gegenwärtigen Krise ist offensichtlich, bindende Leitplanken für wirtschaftliches Handeln, verbindliche Berichtspflicht für Unternehmen und Umwelt- und Sozialstandards, sind notwendig.

VerbraucherInnen als einziges ethisches Korrektiv, wie es die Denkschrift nahe legt, sind zu wirkungsschwach. Politische Regelungen sind gefragt.

Volltext: www.saubere-kleidung.de

Pressekontakt:

Dr. Sabine Ferenschild, Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Saar,
Neuwied,02631-35 41 40
Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk Berlin, 030-42 89 111
Kerstin Möller und Waltraud Waidelich, Frauenwerk der Nordelbischen
Ev.- Luth. Kirche, 0431-55 77 91 26
Dr. Bettina Musiolek, internationale CCC, Meißen-Amsterdam,
03521-4706-16

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