DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Retter helfen Rettern
Erster Einsatz von Rettungsschwimmern der DLRG vor der griechischen Küste

Erster Einsatz von Rettungsschwimmern der DLRG vor der griechischen Küste / DLRG-Vizepräsident Dr. Detlev Mohr (rechts) und Martin Cordes, Leiter Auslandseinsätze. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7044 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

Bad Nenndorf (ots) - Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beteiligen sich ab Samstag (12.3) in der Ägäis ehrenamtlich an Such- und Rettungseinsätzen in Seenotfällen (Search and Rescue - SAR). Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte ein entsprechendes Kooperationsersuchen an die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt gestellt. Vizepräsident Dr. Detlev Mohr: "Als die Seenotretter uns um Unterstützung gebeten hatten, haben wir uns schnell auf eine Zusage geeinigt. Schließlich ist es unser Hauptanliegen, Menschen vor dem Ertrinkungstod zu bewahren."

Die DGzRS und mehrere andere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften hatten vom griechischen maritimen Such- und Rettungsdienst (Hellenic Coast Guard) eine Bitte um Unterstützung erhalten. Dabei geht es um die Rettung in Seenot geratener Menschen aus dem Wasser, von kleinen Inseln oder vom Klippenbereich der Küste. Auch seeuntüchtige Boote sollen sie sichern.

Mit großem Respekt begegnet der DLRG-Leiter des Fachgebietes für Auslandseinsätze, Martin Cordes, der Aufgabe: "Unsere Einsatzkräfte haben es mit einer bis dato in der DLRG nicht bekannten Dimension an Einsatzgeschehen zu tun. Der Umgang mit leblosen und reanimationspflichtigen Personen gehört zum traurigen Alltag, die physische und psychische Beanspruchung wird enorm sein." Jedoch wird die DLRG die Einsatzkräfte mit Problemen nicht allein lassen. "Wir haben ein umfassendes Konzept für die psychosoziale Notfallversorgung der Einsatzkräfte während und nach dem Einsatz erarbeitet", so Cordes.

Für den Einsatz wurde der 2014 außer Dienst gestellte Seenotrettungskreuzer "Minden" in Betrieb genommen. Der neue Eigner überließ ihn hierfür kostenlos. Die Besatzung des Schiffes besteht aus jeweils acht Einsatzkräften, die im Zwei-Schicht-System alarmiert werden. Für den Einsatz werden durchgehend vier Retter der DLRG vor Ort sein. Sie werden in Hotels im Hafen von Mytilini auf der Insel Lesbos untergebracht. Dort ist auch die "Minden" stationiert.

Über die DLRG

Die DLRG ist mit rund 1,3 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. In über 2.000 Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr gut sieben Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland. Die Kernaufgaben der DLRG sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Aufklärung über Wassergefahren sowie der Wasserrettungsdienst. Rund 47.000 Mitglieder wachen jährlich mehr als zwei Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern.

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