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DBB Tarifunion: 78,4 Prozent stimmen für Streik

    Bonn (ots) - Die Mitglieder der DBB Tarifunion haben sich am
Freitag in der Urabstimmung mit deutlicher Mehrheit für einen Streik
im öffentlichen Dienst ausgesprochen. Insgesamt votierten 78,4
Prozent der abgegebenen Stimmen für Kampfmaßnahmen. Der Vorsitzende
der DBB Tarifunion, Robert Dera, warnt mit Blick auf dieses
Abstimmungsergebnis die Arbeitgeber davor, "den öffentlichen Dienst
weiter in der Öffentlichkeit als gierig und nimmersatt" darzustellen.
Dieses deutliche Votum für einen Streik müsse auch dem letzten
Arbeitgeber klarmachen, daß es den Mitarbeitern des öffentlichen
Dienstes hier nicht um Stellen hinter dem Komma gehe. Dera: "Die
Kollegen haben es gründlich satt, über Jahre als Arbeitnehmer zweiter
Klasse behandelt zu werden, ständig hinter den Einkommen in der
privaten Wirtschaft herzuhecheln und zum Dank auch noch als wenig
leistungsfähig eingestuft zu werden." Die unglaubliche, schon mehr
als zehn Jahre anhaltende Benachteiligung der Menschen im Osten habe
jetzt das Faß zum Überlaufen gebracht. Der Vorsitzende der DBB
Tarifunion rechnet mit einem langwierigen Arbeitskampf, erklärt
jedoch gleichzeitig die Bereitschaft seiner Organisation, jederzeit
neue Verhandlungen mit den Arbeitgebern aufzunehmen.
    
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