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Kölnische Rundschau: Kommentar Kölnische Rundschau zu Barroso

    Köln (ots) - Glaube fehlt

    Detlef FECHTNER, Straßburg, zur Wahl Barrosos

    EU-Kommissionschef José Manuel Barroso hat ein gro ßes Talent, unterschiedlichen Interessen durch Zusagen ge recht zu werden. Genauer ge sagt: ein zu großes Talent. Denn was zwar hilfreich ist, um als Mittler in der EU aufzutre ten, sorgt andererseits dafür, dass sich in Europa wenig ge gen nationale Einzelinteressen bewegt. Allen recht ist jedoch bekanntlich meistens schlecht: Eine Politik, die auf zu viele Be findlichkeiten Rücksicht nimmt, wird zur ständigen Su che nach dem kleinsten ge meinsamen Nenner.

    <$30> Initial über 2 Zeilen <$19>B<$0>arroso beteuert nun, den Regierungen stärker die Stirn bieten zu wollen. Das ist gut. Und eigentlich hat der Por tugiese, nachdem er einstim mig von den EU-Regierungs chefs vorgeschlagen und mit absoluter Mehrheit vom EU-<> Parlament bestätigt wurde, doch auch die nötige Rücken deckung, um hartnäckiger auf zutreten. Allein es fehlt der Glaube, dass sich der Portugie se tatsächlich mehr traut - je ner vorsichtige Taktiker, der zum Beispiel eine VW-Gesetz-<> Klage aufgeschoben hat, um sich vor Bundestagswahlen kei nen Ärger mit der Bundesregie rung einzuhandeln.

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