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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zu Beck

Köln (ots) - Schachzug NORBERT WALLET, Berlin, zu Kurt Beck Und schon wieder Kurt Beck. Wieder hat der SPD-Chef etwas gesagt, und wieder knüpft sich eine Girlande von Spekulationen an eine inhalt lich scheinbar harmlose, aber im Ton schneidige Rede vor der Fraktion. Vielleicht sollte man die SPD einfach mal in Ruhe lassen, ignorieren bis nach der Sommerpause. Inhaltlich wird ohnehin nicht viel passieren. Leider funktioniert der rum melige Berliner Politikbetrieb nicht so. Also wird man sich doch mit den Äußerungen Becks befassen müssen. Er hat zunächst mal nur Selbst verständlichkeiten gesagt. Er wolle kämpfen, sich nicht von außen umpusten lassen, aber er klebe auch nicht am Stuhl, falls er Teil des Problems sei. Das Dumme ist nur: Er ist tat sächlich Teil des Problems. Beck ist, auch wenn es Mode geworden ist, das anders zu se hen, kein politischer Amateur. Das waren keine spontanen Sätze. Pünktlich vor der Som merpause hat er ein Signal ge setzt. Er will sich nicht treiben lassen, aber weiß, wie es um ihn steht. Er will kein Sommer theater. Das wäre das Letzte, was die orientierungslose Par tei bräuchte. Also beruhigt er die Beck-muss-weg-Schreier. Kein Grund zur Aufregung, sagt Beck, ich weiß, was ich zu tun habe, und es wird in eurem Sin ne sein. Ja, was eigentlich? Die Partei vor dem Zerreißen retten - also Vorsitzender bleiben. Der Partei eine Perspektive öffnen - also Frank-Walter Steinmeier den Weg zur Kanzlerkandidatur ebnen. Aber aus eigener Kraft. Pressekontakt: Kölnische Rundschau Jost Springensguth print@kr-redaktion.de Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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