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Gewichtszunahme bei Antidepressiva oft vermeidbar

Berlin/Meran (ots) - Einige Medikamente gegen Depressionen können zu einer Gewichtszunahme führen. "Wenn Frauen im Beipackzettel von einer möglichen Gewichtszunahme lesen, wollen viele das Antidepressivum gar nicht erst einnehmen. Aber wenn die Beratung des Apothekers nicht nur fachlich, sondern auch kommunikativ auf die Bedürfnisse der Patienten eingeht, lassen sich diese Ängste oft abbauen. Dadurch verbessern Apotheker die Arzneimitteltherapiesicherheit", sagte Hiltrud von der Gathen beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Die Apothekerin ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer.

Ein häufiges Symptom von Depressionen ist, dass der Appetit abnimmt. Nimmt ein Patient ein Antidepressivum, so bessert das nicht nur seine Stimmung, sondern auch der Appetit kehrt zurück. Deshalb kommt es bei vielen antidepressiven Behandlungen zu einer Gewichtszunahme. "Die Gewichtszunahme liegt nicht daran, dass das Medikament selbst Kalorien hat, sondern dass man einfach mehr isst. Wer auf sein Gewicht achten will, sollte das entsprechend bei der Nahrungsauswahl berücksichtigen." Einige antidepressive Wirkstoffe führen als Nebenwirkung zu einer Mundtrockenheit. Der Patient trinkt deshalb viel. Leider entwickelt er unter der Therapie aber eine starke Vorliebe für süße Getränke. "Wenn Patienten das wissen, können sie sich bewusst gegen kalorienreiche Getränke und für Wasser entscheiden. So bleibt die gefürchtete Gewichtszunahme oft aus."

Die erwünschte depressionslösende Wirkung von Medikamenten beginnt oft erst nach etwa zwei Wochen. Die Nebenwirkungen sind hingegen sofort spürbar. "Das müssen Patienten wissen, sonst zweifeln sie an ihrer Therapie und halten nicht durch", sagte Henry Beck, Krankenhausapotheker aus Köln. Aber auch das Ende einer Therapie sollte über einige Tage bis Wochen gestreckt werden. Beck: "Werden Antidepressiva abrupt abgesetzt, kann es zu Unruhe, Schwindel und Übelkeit kommen. Durch ein langsames Verringern der Dosis lassen sich diese Nebenwirkungen oft vermeiden."

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