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Ford GT-Besatzungen beim WEC-Lauf am Nürburgring glücklos

Stefan Mücke/Olivier Pla im Ford GT mit der Startnummer 66 lagen lange auf Podestkurs. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6955 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Ford-Werke GmbH"

Köln/Nürburgring (ots) -

   - Ford GT mit Startnummer 67 verliert Boden durch Problem beim 
     Nachtanken
   - Schwesterauto mit der Nummer 66 verpasst durch Rennstrafe in der
     Schlussphase das Podium 

Beim vierten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auf dem Nürburgring erlebte Ford Chip Ganassi Racing ein enttäuschendes Rennen. Stefan Mücke und Olivier Pla erreichten im Ford GT mit der Startnummer 66 Platz vier, das Nummer-67-Schwesterauto von Marino Franchitti, Andy Priaulx und Harry Tincknell kam auf Rang sieben.

"Das war heute einfach nicht unser Tag", bekannte Dave Pericak, Ford Performance Global Director. "Unsere Autos hatten genügend Speed, aber durch eine Reihe von Umständen ging es für uns nicht auf. Wir schauen jetzt gleich wieder nach vorn auf die fünf WM-Läufe, die noch vor uns liegen. Wir gehen davon aus, dass wir schnell genug sind, um einige dieser Rennen zu gewinnen."

In der Startphase sah es für die beiden Ford GT noch sehr gut aus. Stefan Mücke konnte in der ersten Runde seines Heimrennens kurz die Führung in der Kategorie LMGTE Pro erobern, dann jedoch "klopfte" ein Aston Martin unsanft am Heck des Supersportwagens an und verdrängte die Nummer 66 auf Position drei. Während des gesamten ersten Stints saß Mücke außerdem der heftig drängelnde Gianmaria Bruni im Nr.-51-Ferrari im Genick. Der Italiener wiederum stand unter Druck durch den stark auftrumpfenden Harry Tincknell im Nr.-67-Ford GT, der Bruni mit einem fantastischen Manöver überholte.

Nach rund einer Rennstunde, die von packenden Zweikämpfen geprägt war, bog Mücke in die Boxengasse ab, um den Ford GT an Olivier Pla zu übergeben. Der Wechsel der Nummer 67 von Tincknell zu Andy Priaulx erfolgte einen Umlauf später.

"Mir gelang ein sehr guter Start. Dann hielt ich mich erst mal zurück, beobachtete die Duelle vor mir und schonte meine Reifen", berichtete Tincknell. "Ich lag genau in Schlagdistanz, als die Prototypen zum Überrunden heranflogen und unsere Kampfgruppe aufsplitteten. Ich legte mir Bruni zurecht - beim Anbremsen der ersten Kurve wählte er die Kampflinie, ich blieb dagegen auf meiner Rennlinie, stach dann aber doch innen rein und überholte ihn. Dies war erst mein fünftes GT-Rennen, deshalb war es ein tolles Gefühl, den Mann zu überholen, der als schnellster GT-Rennfahrer im Feld gilt. Danach ging ich noch an Stefan vorbei und setzte mich hinter dem Aston Martin fest. Aber diese Autos sind auf der Geraden so schnell, dass sie dir dort einfach wegfahren."

Die nächste spektakuläre Szene ereignete sich, als Tincknells Cockpit-Kollege Priaulx den Ford GT mit der Nummer 67 übernahm - wenn auch in anderer Form als erhofft. Beim Nachtanken spritzte wegen eines defekten Ventils Kraftstoff aufs Auto und entzündete sich in einer Stichflamme. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Die Prüfung auf eventuelle Schäden am Fahrzeug nahm rund 20 Minuten in Anspruch, erst dann konnte der Ford GT Nr. 67 das Rennen wieder aufnehmen.

"Nach dem Feuer gab es ein paar Probleme mit dem Auto", räumte Priaulx ein. "Der Turbo war beschädigt, deshalb konnten wir nicht die volle Leistung abrufen. Später kamen Fehlzündungen hinzu. Zu allem Überfluss hatten wir während meines Stints auch noch einen Reifenschaden. Es war eine anstrenge Fahrt und ein hartes Rennen für unsere Nummer 67. Im Qualifying fuhren wir ein wirklich gutes Tempo und lagen lange auf Pole-Position-Kurs. Wir hatten also ein schnelles Auto, aber viel Pech im Rennen. Die gute Nachricht ist, dass sich keiner unserer Mechaniker beim Feuer verletzt - das ist an diesem Tag das Wichtigste."

"An diesem Wochenende waren wir mit dem Ford GT Nr. 67 schnell genug für ein Top-Resultat", stimmte auch Marino Franchitti zu. "Das Feuer ist natürlich sehr ärgerlich. Aber jetzt schauen wir nach vorn und hoffen auf mehr Rennglück in Mexiko."

Stefan Mücke und Olivier Pla zeigten im Ford GT Nr. 66 trotz der frühen Berührung durch einen Konkurrenten ein starkes Rennen. "Nach einem guten Start konnte ich in der ersten Runde die Führung übernehmen", berichtete Mücke. "Leider attackierte uns Richie Stanaway im Aston Martin, indem er für Kurve 1 zu Beginn der zweiten Runde sehr spät bremste. Er traf mich vorne rechts. Als die beiden Aston Martin erst mal vorbei waren, gab es kaum eine Möglichkeit, sie wieder zu packen, weil sie auf der Geraden so schnell waren. Deshalb hingen wir lange hinter der Nummer 97 fest."

Olivier Pla löste den Berliner im Nr.-66-Ford GT ab und zeigte erneut einen starke Leistung. Er verteidigte Position drei gegen den drängelnden Ferrari. Später lieferte er sich einen beinharten Zweikampf mit Aston Martin-Pilot Darren Turner und setzte sich letztlich gegen den Briten durch.

In der Endphase lag die Nummer 66 ungefährdet auf Rang drei und damit auf Podestkurs. Doch dann machte eine Durchfahrtstrafe die Hoffnungen zunichte. Stefan Mücke soll angeblich seine Sicherheitsgurte beim Fahrerwechsel gelöst haben, bevor das Fahrzeug stand. Die Strafe warf das deutsch-französische Duo auf Platz vier zurück.

"Unsere Performance war trotz der diversen Herausforderungen richtig gut", bilanzierte Pla. "Die Berührung in der Startphase beschädigte unser Auto und nahm uns etwas Tempo. Dann wurde Stefan auch noch vom Nr.-2-Porsche touchiert - dabei ging ein Luftleitblech kaputt und wir bekamen Untersteuern. Nach diesen schönen Zweikämpfen ist es besonders schade, dass wir nicht auf dem Podium stehen."

"Ein wirklich hartes Rennen für uns", fügte Stefan Mücke hinzu. "Wir haben gut gekämpft, doch dann kam leider die Durchfahrtstrafe. Wir sollten uns jetzt einfach auf Mexiko konzentrieren und dort hoffentlich ein gutes Ergebnis holen."

Der fünfte Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft startet am 3. September in Mexiko-Stadt.

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