BDZV - Bundesverb. Dt. Zeitungsverleger

Studie: Zeitungsverlage auf Innovationskurs
BDZV und Unternehmensberatung SCHICKLER präsentieren Trends der Zeitungsbranche 2015

Berlin (ots) -

   Die deutsche Zeitungsbranche ist in allen Bereichen auf 
Innovationskurs. Dies ist das Ergebnis der heute in Berlin 
vorgestellten Studie "Trends der Zeitungsbranche 2015", die der 
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam mit der 
Unternehmensberatung SCHICKLER durchgeführt hat. Drei Trends der 
Branche wurden deutlich: 

1. Print stabilisiert sich langsam, das Digitalgeschäft ist ein 
   starker Wachstumstreiber. 
2. Diversifikation: Verlage stellen sich breiter auf und entwickeln 
   neue Geschäftsmodelle. 
3. Die Digitalisierung wird in drei Dimensionen vorangetrieben. 

In den Zeitungsunternehmen werde mutig und mit großem unternehmerischem Geist an der Zukunft gearbeitet, erklärte BDZV-Präsident Helmut Heinen. Dabei sei der Digitalbereich der wichtigste Wachstumstreiber. So planten zwei Drittel der Verlage für das laufende Jahr neue Digitalprodukte jenseits der klassischen Websites und News-Apps. Dazu kämen die Innovationen in Print: Die Hälfte der Verlage entwickle neue zielgruppenspezifische Printprodukte, wie beispielsweise regionale Wirtschaftsmagazine. Ein Großteil der Verlage investiere zudem in Geschäftsmodelle außerhalb des Kerngeschäfts. Erfreulich sei - so Heinen - der Optimismus in der Branche mit Blick auf das klassische Geschäft. Sowohl bei den Zeitungsauflagen als auch im Werbemarkt rechne die Branche mit einer Stabilisierung.

Der Chefredakteur der "Saarbrücker Zeitung" und Vorsitzende der BDZV-Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, Peter Stefan Herbst, hob hervor, dass die Integration von Print- und Onlineredaktionen bei den Zeitungsverlagen vorangetrieben werde. Zur Entwicklung von digitalen Bezahl-Modellen führte er aus, dass laut Trendumfrage 20 Prozent der Verlage in diesem Jahr ihre Bezahlinhalte (E-Paper, Paid Content) in ein digitales Abo-Modell einbringen wollten. Bisher böten bereits über 100 Verlage Bezahlinhalte im Netz an. Durch neue Newsletter und verstärkte Social Media-Präsenzen würden besondere Inhalte der Redaktionen immer professioneller verlinkt und damit auch zeitungsfernere Zielgruppen an die Angebote der Verlage herangeführt, so Herbst.

Peter Skulimma, Associate Partner bei der Unternehmensberatung SCHICKLER, erläuterte, dass die Zeitungsunternehmen sich der Umfrage zufolge in den nächsten Jahren weiter wandeln und mit einem noch größeren Portfolio aufstellen würden. So gingen vor allem viele große Verlage davon aus, dass sie binnen drei Jahren einen großen Anteil ihrer Gesamterlöse aus Umsätzen jenseits des Kerngeschäfts erzielen werden. Hierzu zählten Bereiche wie das Angebot von Reiseveranstaltungen, die Organisation von Messen und Web-/SEO-Dienstleistungen. Die Digitalisierung werde den Ergebnissen der Studie zufolge in drei Dimensionen vorangetrieben: Durch die Entwicklung von digitalen Zeitungsprodukten, das Angebot von digitalen themen- und zielgruppenspezifischen Produkten sowie durch die Investition in neue digitale Geschäftsmodelle, zum Beispiel durch Beteiligungen an oder Akquisitionen von Start-up-Unternehmen.

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