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Grizzlys: Bei Zahnweh Aspirin
NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND: Grizzlys sind intelligente Vielfraße
Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem

    Hamburg (ots) - Wie NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in seiner
aktuellen Ausgabe berichtet (Ausgabe 7/2001), schildern Jagdführer in
Alaska einen besonderen Fall der Selbstmedikation von Tieren. Sie
erlegten einen Grizzly, der auf seinem entzündeten Zahn ein dickes
Paket Weidenrinde liegen hatte. Weidenrinde, die gewöhnlich nicht auf
dem Speiseplan der Bären steht, enthält den Aspirin-Wirkstoff
Salizylsäure. Gesunde Zähne sind für Grizzlys überlebensnotwendig:
Ein ausgewachsener Braunbär nimmt während des mehrmonatigen
Winterschlafs bis zu 70 Kilo ab. Entsprechend muss sich das Tier über
den Sommer ein stattliches Fettpolster anfressen, denn Größe und
Körperfett geben den Ausschlag für die Zahl der Jungen, die ein
Weibchen zur Welt bringt.
    
    Von den rund 58.000 Braunbären in Nordamerika leben mehr als die
Hälfte in Alaska, weitere Populationen finden sich in Kanada und dem
Nordwesten der USA. Durch menschliche Erschließung des weitläufigen
Hinterlandes werden ihre natürlichen Lebensräume zunehmend
zerstückelt, berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND. Aber Grizzlys
brauchen viel Platz, um viel zu fressen. Dabei sind die gefräßigen
Bären wenig wählerisch, auf ihrem Speiseplan steht beinahe alles von
Elchen bis zu Hornissenlarven, von den Wurzelvorräten in den Bauten
der Taschenratten bis zu den Nagern selbst, von einem Pferd bis zu
dem Getreide, das es zu fressen bekommt, von Muscheln und Lachsen bis
zu Artgenossen.
    
    Die hungrigen Bären spielen bei der Futtersuche eine wichtige
Rolle im Ökosystem: Während sie mit ihren Pranken auf der Suche nach
Essbarem den Boden durchpflügen, setzen sie aus tieferen Erdschichten
Stickstoff frei, der das Pflanzenwachstum anregt. Außerdem fressen
Grizzlys bis zu 70.000 Beeren am Tag und verteilen mit ihrem Kot
wiederum die Samen. Als schwergewichtige Gärtner fördern sie zudem
den Baumwuchs in den gemäßigten Breiten Nordamerikas: Wenn Lachse,
die Hauptspeise der Bären, stromaufwärts schwimmen, nehmen sie viele
Tonnen Nährstoffe aus dem Meer mit. Die Grizzlys verteilen diese
kostbaren Substanzen wieder in Form von Urin und Kot auf dem
Waldboden. Zehn bis 15 Prozent der Stickstoffmenge, die den Bäumen
jenseits der Lachsflüsse zur Verfügung steht, stammt von den
Hinterlassenschaften der Bären. Dort wachsen manche Bäume bis zu 60
Prozent schneller als üblich.
    
    Die Naturschutzinitiative Yellowstone to Yukon tritt für die
Bedürfnisse der Grizzlys und ihrer Rolle im Ökosystem ein. Das
gemeinsame Vorhaben von mehr als 200 amerikanischen Organisationen
hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbindung zwischen den wichtigsten
Bärenrevieren der Rocky Montains aufrecht zu erhalten und so den
Lebensraum der dort lebenden Arten zu sichern.
    
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