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Planet Erde: Unser Lebensstil zerstört die Erde

    Hamburg (ots) -

    NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND: Die Menschheit verbraucht ein Drittel mehr Ressourcen, als die Natur verkraften kann / USA weltweit Spitzenreiter im Landverbrauch

    Unser Lebensstil überfordert die regenerativen Kräfte unserer
Erde: Zwei Hektar Land und Wasser stehen zur nachhaltigen Nutzung pro
Erdenbürger zur Verfügung. Tatsächlich verbrauchen die
Industrieländer durchschnittlich aber acht Hektar pro Einwohner, die
Entwicklungsländer dagegen nur zwei, berichtet das Magazin NATIONAL
GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND (Ausgabe 7/2001, EVT 25. Juni ). Die
Menschheit verbraucht damit ein Drittel mehr Ressourcen, als die
Natur zu ihrer Erhaltung wieder regenerieren kann.
    
    Um den Landverbrauch eines Erdenbürgers zu bestimmen, wurde in
jüngster Zeit der Begriff "ökologischer Fußabdruck" geprägt. Zur
Berechnung werden das für Landwirtschaft, Holz und Besiedelung
genutzte Land und die nötige Waldfläche zur Kohlendioxidabsorption
verwendet. Vergleicht man diesen Fußabdruck weltweit, ist die USA
Spitzenreiter in Sachen Nutzung und Verschmutzung der Erde: 30,2
Hektar verbraucht ein US-Bürger, und damit fünfzehn Mal mehr, als ihm
theoretisch zustünde. Zum Vergleich: Ein Deutscher verbraucht 6,3
Hektar zur Sicherung seiner Lebensweise, ein Inder dagegen nur 1,1
Hektar.
    
    Eine Ursache für den hohen Bodenverbrauch der US-Bürger ist die
extreme und ständig weiter fortschreitende Zersiedelung der Städte -
motiviert durch den amerikanischen Traum von Freiheit und einem
Eigenheim am grünen Stadtrand für wenig Geld. Der Zersiedelung in den
USA fallen nach einem Bericht von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND pro
Jahr 800.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, Wald und anderer
unbebauter Areale zum Opfer. Die Tendenz ist steigend, denn im Jahr
2025 werden in den USA voraussichtlich fast 63 Millionen Menschen
mehr leben als heute und weitere 30 Millionen neue Wohnungen und
Häuser würden jenseits der bereits bestehenden Stadtrandsiedlungen
benötigt.
    
    Erste US-Initiativen propagieren nun intelligentes
Städte-Wachstum, um dem Flächenfraß Einhalt zu gebieten. In
Deutschland ist die Revitalisierung der Städte längst Trend: Brach
liegende Industrieflächen, Kasernen- und Bahnhofsgelände werden von
Städteplanern zu Wohneinheiten umgestaltet und mit neuem Leben
gefüllt. Prominentes Beispiel ist die geplante Hafencity in Hamburg:
Auf 155 Hektar ursprünglichem Hafengelände sollen hier neue Wohnungen
und Büros entstehen - das größte Stadtentwicklungsprojekt Europas.
Auch in Kassel spricht man vom sogenannten Smart Growth: Hier
entstand auf ehemaligem Kirmesgelände der Unterneustadt ein fünf
Hektar großes neues Wohngebiet als Modell gegen den Flächenfraß auf
der grünen Wiese. Dort wäre der vierfache Platz beansprucht worden.
Weitere Vorzeigeprojekte gegen die Abwanderung der Menschen ins
Umland finden sich in Offenbach auf dem ehemaligen
Schlachthofgelände, in Essen auf dem Krupp-Gelände oder in Tübingen
auf dem Areal der einstigen französischen Kaserne in der Südstadt,
berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND.
    
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