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Deutschland ist Blumenimporteur Nummer Eins
NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland: Blumen legen vom Feld bis in die Vase eine Weltreise zurück
Schnittblumen werden immer billiger

    Hamburg (ots) - Mit dem Ende des Winters steigt die Lust, sich mit
einem bunten Strauß den Frühling ins Haus zu holen: Zehn Milliarden
Schnittblumen haben die Deutschen im vergangenen Jahr gekauft; pro
Kopf also sechs Sträuße. Wie NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland in der
April-Ausgabe (EVT 26. März 2001) berichtet, geben die Deutschen für
die floralen Geburtstags- oder Liebesgrüße im Durchschnitt 152 Mark
pro Jahr aus. Allerdings reicht die heimische Blumenproduktion bei
weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken: Nur zwei Milliarden der
hierzulande gekauften Schnittblumen stammen aus Deutschland. Mit
einem Importvolumen von acht Milliarden Blumen im Wert von 3,1
Milliarden Mark sind die Deutschen Schnittblumenimporteur Nummer
eins. 80 Prozent der Rosen, Tulpen und anderen Blumen kommen aus den
Niederlanden, der Rest vor allem aus Italien, Kolumbien, Israel und
Kenia.
    
    Neben den Niederlanden, dem weltweit größten Blumenexporteur,
haben auch ärmere Länder wie Ecuador und Kolumbien den Blumenhandel
als lukratives Geschäft entdeckt, das selbst in wirtschaftlich
schlechten Zeiten floriert. Beständiger Sonnenschein und gute
Bodenqualität lassen die Blumen dort besonders gut gedeihen. Den
Ländern selber hat der Blumenhandel unbestreitbar gut getan; viele
Menschen haben sichere Jobs und ein gutes Gehalt. Kritisch ist
allerdings die Belastung mit Dünger-, Unkraut- und
Schädlingsbekämpfungsmitten, die nicht selten zu erheblichen
Gesundheitsschäden bei den Pflückern führt.
    
    Der Blumenhandel ist zum globalen Business geworden, auch Asien
und Afrika steigen in das Geschäft mit der empfindlichen Ware ein.
Der knallharte Konkurrenzkampf drückt die Preise und macht die Blumen
zunehmend billiger. Um mehr als zwölf Prozent sanken die Preise von
1999 bis 2000 - gut für die Verbraucher und schlecht für die
zahllosen Blumen-Einzelhändler, die sich nur schwer gegen große
Handelsketten wie Blume 2000 behaupten können.
    
    
ots Originaltext: National Geographic
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