Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Schüler lernen mehr übers Meer

Rostock-Warnemünde/Kiel/Hamburg (ots) -

Bildungsprojekt verknüpft Naturwissenschaft und Nachhaltigkeit - 
DBU stiftet 120.000 Euro 

Viele Menschen zieht es im Urlaub an Deutschlands Küsten: Schwimmen, durchatmen, die Seele baumeln lassen. Doch nicht allen Menschen ist bewusst, dass Küsten und Meere sehr sensible Ökosysteme sind - auch nicht immer der einheimischen Bevölkerung. Hier setzt das Projekt "Meer im Fokus" der Küsten Union Deutschland e.V. (EUCC-D) aus Rostock-Warnemünde an: Die Organisation entwickelt ein modernes Umweltbildungsangebot, bei dem Schüler auf Exkursionen die Ökosysteme Meer und Küste hautnah erleben und erkunden können. "Die Schüler sollen so für ihre unmittelbare Umwelt und die Besonderheiten der Küstenregion sensibilisiert werden. Dafür wollen wir Themen aus der Naturwissenschaft und aus der Bildung für nachhaltige Entwicklung gezielt miteinander verknüpfen", erklärte Projektleiterin Anke Vorlauf. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben mit 120.000 Euro.

"Meer und Küste sind von hoher ökologischer Bedeutung, aber sie werden ebenso intensiv für Tourismus, Transport und Fischerei genutzt. In diesem Spannungsfeld geht das Projekt neue didaktische Wege der Auseinandersetzung mit dieser schwierigen Situation", erläuterte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.

Das zweijährige Projekt solle pro Jahr mit acht bis zehn Klassen umgesetzt werden, so Vorlauf. Hauptzielgruppe des Projektes seien Schüler von der achten bis zur 13. Jahrgangsstufe aller Schulformen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Interessierte Lehrkräfte könnten sich noch gerne melden. Die EUCC-D kooperiere bei der praktischen Umsetzung unter anderem mit den Umweltorganisationen Hohe Tied, Geo step by step und Deepwave.

Im Fokus des Projektes sollen Themen wie Tourismus, nachhaltige Fischerei und Aquakultur, Schiffsverkehr sowie der Klimawandel stehen, erklärte die Projektleiterin. Dafür werde es zunächst eine theoretische Einführung im Unterricht geben. Anschließend sollen sich die Schüler auf den Exkursionen durch selbstbestimmtes und entdeckendes Forschen eigenständig Wissen aneignen. Dabei könnten zum Beispiel Küstenstreifen, Werften, Häfen oder Aquakulturanlagen besucht werden. Kleine Forschungsaufträge, Experimente und Spiele würden den Schülern den Blick für die Besonderheiten von Küste und Meer öffnen. Die persönlichen Eindrücke und Erkenntnisse sollen dann durch eigene Fotos und Protokolle festgehalten werden.

In der anschließenden Projektphase sollen die Schüler ebenfalls eigenständig Themen zur nachhaltigen Entwicklung von Meer und Küste erarbeiten. Zum selbst gewählten Lerngegenstand werde mit Hilfe eines von der EUCC-D entwickelten eLearning-Systems (Lernen mit Unterstützung von digitalen oder elektronischen Medien) eigene Texte verfasst und ins Internet gestellt, Podcasts produziert, Fotowettbewerbe ausgerufen oder Ausstellungen in den eigenen Gemeinden organisiert. "Das Besondere ist, dass die Schüler dadurch selbst in die Multiplikatorenrolle schlüpfen und ihr Wissen in die Bevölkerung tragen", erklärte Vorlauf. In den Städten und Dörfern könnten so mehr Bürger, Touristen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft für den Meeres- und Küstenschutz sensibilisiert werden.

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