Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

DBU-Umweltpreisträger mit Europäischem Umweltpreis geehrt

Brüssel (ots) - Die Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) 2009 war für die auf Supraleiter-Technologie spezialisierten Unternehmen Zenergy Power (Rheinbach) und Bültmann (Neuenrade) die Initialzündung gewesen. Gestern Abend zeichnete die Europäische Kommission (EU) in Brüssel die Partnerfirmen mit dem Europäischen Umweltpreis in einer von vier Kategorien aus. Umweltkommissar Janez Potocnik überreichte den Preis, den die EU alle zwei Jahre für herausragende Leistungen bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit vergibt. "Diese Preise würdigen die weitsichtigsten, verantwortungsvollsten und umweltinnovativsten europäischen Unternehmen", betonte Potocnik. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde gratulierte den Preisträgern: "Mit unternehmerischem Mut und Innovationskraft haben die Firmen Technikgeschichte geschrieben und die Innovationskraft des deutschen Mittelstandes eindrucksvoll bewiesen. Und: Sie sorgen für spürbare Umweltentlastung."

Insgesamt hatten sich 141 Unternehmen aus 24 EU-Mitglieds- und Kandidatenländern um die Europäischen Umweltpreise beworben. Zenergy Power und Bültmann erhielten die Auszeichnung für die weltweit erste Industrieanwendung von Supraleitern. Die Technologie, die von den Kooperationspartnern gemeinsam auf den Markt gebracht wurde, führt zu hohen Energieeinsparungen in der Aluminiumverarbeitung. "Supraleiteranwendungen sind heute als umweltschonende Hochleistungstechnologie am Markt verfügbar. Der Europäische Umweltpreis stellt dies erstmals im internationalen Rahmen heraus. Er ist deshalb für uns von herausragender Bedeutung", sagte Dr. Carsten Bührer, Geschäftsführer der Zenergy Power.

Die Kooperationspartner Zenergy Power und Bültmann haben mit dem Magnetischen Blockheizer ein Verfahren zur Metallerwärmung auf den Markt gebracht, das Anwenderunternehmen Stromeinsparungen von 50 Prozent und hohe Produktivitätsgewinne bietet.

Verfahren zur Metallerwärmung verbrauchen heute rund vier Prozent der weltweiten Energieproduktion. Dieser Energieverbrauch kann mit der neuen Technologie deutlich verringert werden. Eine erste Anlage ist bereits seit Sommer 2008 in einem deutschen Aluminium-Strangpresswerk in Betrieb. Weitere Systeme sind im Bau. Mit dem Magnetischen Blockheizer können Nichteisenmetalle wie Aluminium, Kupfer und Messing vor der Verarbeitung zu Rohren oder Profilen erwärmt werden.

Supraleiter haben praktisch keinen elektrischen Widerstand und transportieren Strom deshalb nahezu ohne Verluste. Die übertragbare elektrische Leistung ist bis zu einhundert Mal höher als bei herkömmlichen Kupferleitern. Das macht Supraleiter zu einer Schlüsseltechnologie für höhere Energieeffizienz. Sie verspricht insbesondere auch bei der Erzeugung und Übertragung erneuerbarer Energien technische und wirtschaftliche Vorteile.

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