Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Doga icin hep beraber: gemeinsam für die Natur

Berlin (ots) - BUND, TGD und TEMA-Stiftung starten Umweltprogramm für türkischsprachige Migranten - DBU fördert

Ob Cem Özdemir, Fatih Akin oder Hamit Altintop - sie sind in Deutschland geboren, haben ihre Wurzeln in der Türkei und engagieren sich in Politik, Sport und Kultur. Doch in Umweltverbänden sind Türkeistämmige hierzulande weniger präsent, obwohl eine Umfrage der Stiftung Zentrum für Türkeistudien (ZfT) zeigt: Umweltbewusstsein ist da. Der Landesverband Berlin des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) will daher gemeinsam mit der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) sowie der TEMA-Stiftung für den Naturschutz mit einem neuen Kommunikationsansatz die türkischsprachige Bevölkerung mobilisieren. "Dazu planen wir, ein bundesweites deutsch-türkisches Umweltbildungsnetzwerk aufzubauen", erläutert Tilmann Heuser, Geschäftsführer des BUND Berlin, zum Internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember. "Das stärkt nicht nur den Umwelt- und Naturschutz, sondern auch die interkulturelle Kompetenz", betont Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit knapp 320.000 Euro fördert.

Rund 2,6 Millionen türkeistämmige Menschen leben in Deutschland. Laut Umfrage der ZfT ist ihr Bewusstsein für Umweltschutz sehr ausgeprägt. Doch wie sie schon bei Konsum und Produktion nachhaltig handeln könnten, darüber hätten die Befragten weniger konkrete Vorstellungen. "Es fehlt an Informationsangeboten und Anlaufstellen, die auf diese Zielgruppe abgestimmt sind", bestätigt Kenan Kolat, Vorsitzender der TGD. Eine Lücke, die der BUND nun gemeinsam mit der TGD sowie der TEMA-Stiftung schließen möchte. Der Klimawandel und sparsame Umgang mit Energie und Ressourcen stehen dabei im Mittelpunkt.

Den Ausgangspunkt der Initiative bilden 40 Multiplikatoren, die ab dem 1. Januar 2010 in den zentralen Ballungsräumen Deutschlands für ihre Tätigkeit als "Umweltbotschafter" geschult werden: "Alles Personen, die selber einen türkischen Migrationshintergrund besitzen und ehren- und hauptamtlich im Umwelt- und Klimaschutz aktiv werden wollen", betont Kolat. Als Auftaktstädte stehen die Metropolen Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln bereits fest. Aufgabe der Multiplikatoren ist es dann, regionale Netzwerke zwischen Migranten- und Umweltverbänden zu schaffen und so gemeinsame Umweltprojekte auf den Weg zu bringen. "Mit den Vereinen vor Ort wollen wir beispielsweise nach dem erfolgreichen Vorbild der türkischsprachigen Gruppe des BUND Berlin 'Yesil Cember', die bereits erste Klimalotsen ausgebildet hat, mindestens 300 Energiespar- und Umweltlotsen auf lokaler Ebene qualifizieren, die Beratungen für Haushalte und kleine Unternehmen anbieten", so Heuser.

Zweisprachige Informationsmaterialien wie Flyer und Broschüren, Internetseiten und Videoclips sollen das Bildungsprogramm ergänzen. Zudem sei die Zusammenarbeit mit türkischsprachigen Medien geplant. "Wir erhoffen uns nicht nur Berichte über Ergebnisse und Fortschritte des Projekts, sondern auch Kolumnen und Tipps zu alltäglichen Fragestellungen", sagt Kolat, "zum Beispiel wie sich Energie im Haushalt einsparen lässt oder welchen Beitrag jeder zum Klimaschutz leisten kann."

Brickwedde hebt vor allem die Anknüpfungspunkte an andere bundesweite Kampagnen und Aktivitäten hervor - etwa Klimaschutzinitiativen wie der "Türkische Heizspiegel" der co2online gGmbH oder "Starke Verbraucher für ein gutes Klima" der Verbraucherzentrale. "Auf diese Weise wird die Zusammenarbeit zwischen deutschen und türkischen Verbänden gestärkt", so der DBU-Generalsekretär. Angedacht sei auch, Umweltorganisationen aus der Türkei in das Projekt einzubinden und Städtepartnerschaften zu entwickeln. Brickwedde: "Das Projekt des BUND, der TGD und der TEMA-Stiftung ist ein äußerst innovativer Ansatz in der Umweltbildung, der auch auf andere Migrantengruppen übertragen werden kann."

Hintergrund: Die Vereinten Nationen (United Nations - UN) haben den 18. Dezember als "Internationalen Tag der Migranten" im Dezember 2000 ins Leben gerufen. Genau zehn Jahre zuvor, am 18. Dezember 1990, verabschiedete die UN-Vollversammlung die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wander- und Gastarbeiter und ihrer Familienangehörigen.

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