Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

VPRT auf Internationaler Funkausstellung 2009
Private Fernsehsender wollen transparente Verbraucherinformationen zur Digitalisierung unterstützen

Berlin (ots) - "Die privaten Fernsehsender Deutschlands investieren in die digitale Zukunft und stellen sich den Herausforderungen der konvergenten Medienwelt", erklärte der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT), Jürgen Doetz, auf einer Veranstaltung im Rahmen der IFA in Berlin. "Ob im Internet oder mit neuen HDTV-Programmen: Die privaten Medienunternehmen bieten unterhaltende und informative Angebote sowohl für Couch-Potatoes als auch für die aktiven Mediennutzer. Nun kommt es vor allem darauf an, die Menschen vom Mehrwert der neuen Angebote zu überzeugen und den Markt wirtschaftlich tragfähig zu entwickeln."

Bessere Verbraucherinformation als Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung

In diesem Zusammenhang sei es von besonderer Bedeutung, die Verbraucher umfassend und transparent über die Vorteile der neuen Angebote zu informieren. Hierzu müssten sich Gerätehersteller und Programmanbieter enger abstimmen. Der VPRT werde daher zu diesem Thema im Rahmen der IFA ein Gespräch mit dem ZVEI Fachverband Consumer Electronics führen. Der Verbraucher werde zu oft mit "HDready"- und "FullHD"-Aufklebern auf neuen Fernsehgeräten bei seiner derzeit anstehenden Kaufentscheidung für das "digitale Wohnzimmer" allein gelassen. Es sei ihm nicht zuzumuten, sich ohne begleitende Informationen - beispielsweise über Art, Umfang und Empfangsbedingungen des neuen ASTRA-Angebotes "HD+", über das demnächst u. a. RTL, VOX, ProSieben und SAT.1 in HD-Qualität zu sehen sein werden, oder das HDTV-Angebot von Sky im Dickicht aus Technologien und Standards zurechtzufinden. So glaubten etwa viele Besitzer eines Flachbildschirmes mit dem HDready-Zeichen, dass sie auch ohne Box HDTV-Programme empfangen können. "Hier sind wir gemeinsam mit den Geräteherstellern und im besten Falle auch gemeinsam mit dem Handel und den Verbraucherschützern gefordert, die Zuschauer sicher in die digitale Welt zu begleiten", erklärte Doetz.

Umsetzung der Digitalisierung erfordert neue Medienordnung und politische Unterstützung

Die Vielzahl neuer Übertragungsformen und sich permanent weiterentwickelnde Endgeräte stellten die privaten Fernsehveranstalter vor die große Herausforderung, ihre Angebote möglichst für alle unterschiedlichen Plattformen und Endgeräte aufzubereiten. Dies sei mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden, die die Sender aus dem Markt refinanzieren müssten. Gerade in Krisenzeiten und mit der Last der besonders restriktiven Rundfunkregulierung sei dieser zusätzliche Kostenblock nur schwer zu tragen. Die Digitalisierung müsse von der Politik endlich als insgesamt volkwirtschaftlich wichtiger Konjunkturtreiber verstanden werden. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Politik auf breiter Front und mit hohem Finanzeinsatz die Breitbandversorgung fördere, die Digitalisierung des Rundfunks mit den Chancen und Herausforderungen jedoch kaum zur Kenntnis nehme. Der Gesetzgeber müsse die Rahmenbedingungen der privaten Medienunternehmen mit dem Ziel einer liberalen und fairen Medienordnung überarbeiten. Die Ausstattung der Haushalte mit zukunftsfähigem, digitalem Empfangsequipment sowie der Umstieg der noch analogen auf die digitale Rundfunkübertragung müsse - auch finanziell - unterstützt werden. Hierzu könnten Mittel aus dem Konjunkturprogramm ebenso eingesetzt werden, wie die im Rahmen der Versteigerung der Rundfunkfrequenzen zu erwartenden Erlöse.

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