Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

VPRT zu den Plänen der neuen Kabelregionalgesellschaften: Kabelausbau mit Rückkanal ohne Verlust von analogen Programmplätzen

    Bonn (ots) - "Von existentieller Bedeutung für die privaten
Programmanbieter" ist nach den Worten des VPRT-Präsidenten Jürgen
Doetz, dass beim anstehenden Ausbau der Kabelnetze unvermeidbare
Umbelegungen von Programmen durch entsprechende neue Kapazitäten
aufgefangen werden. Zwingend erforderlich sei dies auch, um die
Meinungsvielfalt zu erhalten und dem Zuschauerinteresse gerecht zu
werden.
    
    Dies geht aus einem Antwortschreiben des VPRT vom 8. Juni auf
einen Brief der Kabeltochter der Deutschen Telekom AG hervor. Die
Kabel Deutschland GmbH (KDG) hatte angekündigt, mit den neuen
Investoren zügig den Ausbau der Breitbandkabelnetze durch die
Regionalgesellschaften voranzutreiben.
    
    "Diese Pläne entsprechen der vom VPRT seit Jahren erhobenen
Forderung, den eklatanten Kapazitätsengpass im Kabel - analog wie
digital - zu beseitigen", so Doetz in seiner Antwort. In der
Planungsphase müsse aber frühzeitig sichergestellt werden, dass
diejenigen Programmanbieter, deren derzeitige Kabelplätze aufgrund
der Schaffung von Rückkanälen verloren gehen, keine Nachteile
erfahren. Die Telekomtochter hatte darauf hingewiesen, dass
entsprechend der internationalen Gepflogenheiten drei bislang für die
analoge Programmverbreitung genutzte Kabelplätze im sogenannten Band
I für die Rückkanäle geräumt werden müssten.
    
    Um den auch von der KDG gewünschten, möglichst reibungslosen
Ablauf zu gewährleisten, muss nach den Worten des VPRT-Präsidenten
"schon im Vorfeld der Umrüstungsmaßnahmen ein nahtloser Wechsel der
betroffenen Veranstalter auf eine andere analoge Frequenz mit
ungeschmälerter tatsächlicher Reichweite" gewährleistet sein. "Die
absolute Zeitgleichheit und Gleichwertigkeit der Ersatzkanäle ist
unverzichtbar", so Doetz. Mit Blick auf die sich herausbildenden
Eigentümerstrukturen der Kabelnetze sei der VPRT zudem optimistisch,
dass man in absehbarer Zeit in konstruktive, multilaterale Gespräche
über neue Marktmodelle eintreten könne. Der VPRT werde hierbei
offensiv dafür eintreten, dass der Wert des Contents seiner
wirtschaftlichen Bedeutung entsprechend berücksichtigt wird.
    
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