Bundesagentur für Arbeit (BA)

Arbeitsämter unterstützten fast 100.000 Arbeitslose bei der Existenzgründung

    Nürnberg (ots) - Auch im vergangenen Jahr haben die Arbeitsämter
wieder zahlreichen zuvor Arbeitslosen bei der Gründung einer
selbstständigen beruflichen Existenz geholfen. In  95.700 Fällen
wurde durch ein sogenanntes Überbrückungsgeld in den ersten sechs
Monaten der Selbstständigkeit der Lebensunterhalt gesichert (alte
Länder: 64.500; neue Länder: 31.200) und damit auch die
Arbeitslosigkeit beendet.
    
    Das Überbrückungsgeld wurde 1986 neu in das Arbeitsförderungsrecht
aufgenommen. Seit 1986 sind rund 800.000 Existenzgründer mit einem
Gesamtaufwand von 4,86 Milliarden EUR gefördert worden. Durch das
Job-AQTIV-Gesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, wurden
die Förderungsvoraussetzungen noch einmal erweitert.
    
    Als Überbrückungsgeld wird sechs Monate lang der Betrag gezahlt,
den der Arbeitnehmer zuletzt als Arbeitslosengeld oder
Arbeitslosenhilfe bezogen hat oder bei Arbeitslosigkeit hätte
beziehen können. Auch die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge
werden übernommen.
    
    Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) führt
seit Frühjahr 1995 eine Längsschnittuntersuchung zum
Überbrückungsgeld durch. Demnach sind drei Jahre nach der
Existenzgründung noch 70 Prozent der Geförderten als Selbstständige
tätig. 12 Prozent  haben in eine sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung gewechselt, und nur 11 Prozent der Existenzgründer
waren nach diesem Zeitraum wieder arbeitslos. Die vorher zumeist
arbeitslosen Existenzgründer haben in erheblichem Umfang neue
Arbeitsplätze geschaffen. Rechnerisch entfiel auf jeden geförderten
und nach drei Jahren noch selbstständigen Existenzgründer ein neuer
Mitarbeiter.
      
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