Bundesagentur für Arbeit (BA)

Green-Card: Zehntausender-Grenze überschritten

    Nürnberg (ots) - Die Arbeitsämter haben in dieser Woche die
Zehntausender-Grenze bei der Zusicherung von Green-Cards für
IT-Spezialisten überschritten, teilte die Bundesanstalt für Arbeit am
Mittwoch in Nürnberg mit. Fast 60 Prozent aller bisherigen
Zusicherungen für Green-Cards gingen an Betriebe mit bis zu 100
Beschäftigten.
    
    90 Prozent der Green-Cards erhielten ausländische IT-Spezialisten
mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss im Bereich der
Informations- und Kommunikationstechnologie. 14 Prozent hiervon haben
ihren Studienabschluss in Deutschland erworben. Auf IT-Experten ohne
entsprechenden Hoch- oder Fachhochschulabschluss, die mit ihrem
Arbeitgeber ein Bruttojahresgehalt von mindestens
    100.000 DM vereinbart haben, entfielen lediglich etwas über 10
Prozent aller Erlaubnisse.
    
    Unter den Green-Card-Inhabern sind 88 Prozent Männer und 12
Prozent Frauen. Die IT-Spezialisten kommen mehrheitlich aus Indien
(21 Prozent), Russland, Weißrussland, der Ukraine und den Baltischen
Staaten (14 Prozent), aus Rumänien (8 Prozent), der Tschechischen und
Slowakischen Republik (7 Prozent) und dem früheren Jugoslawien (6
Prozent).
    
    Die regionale Verteilung der zugesicherten Green-Cards entspricht
der regionalen Verteilung der IT-Branche in Deutschland: Auf Bayern
entfallen knapp 30 Prozent der Zulassungen, gefolgt von Hessen (22
Prozent), Baden-Württemberg (20 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (15
Prozent). Der Anteil in den neuen Ländern liegt bei unter fünf
Prozent.
    
    Seit dem 1. August 2000, an dem die Green-Card-Verordnung in Kraft
getreten ist, hat das IT-Sonderteam der Bundesanstalt für Arbeit fast
60.000 Anfragen von Arbeitgebern und Bewerbern beantwortet. Eine
erste Befragung hat ergeben, dass eine Green-Card zu 2,5 weiteren
Arbeitsplätzen führt.
    
    Weiteren Befragungen zufolge sehen vier von fünf Unternehmen eine
Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch die
Green-Card-Mitarbeiter; drei von vier würden ihnen einen
unbefristeten Vertrag anbieten. Einige Green-Card-Inhaber wünschen
sich eine Verlängerung ihrer Arbeiterlaubnis und die Verkürzung der
einjährigen Wartezeit auf eine Arbeitserlaubnis für ihre Ehepartner.
Im IT-Sofortprogramm der Bundesregierung ist die Arbeitserlaubnis für
Green-Card-Inhaber auf fünf Jahre befristet.
    
    Jede dritte Einstellung von ausländischen Spezialisten bereiteten
die Personalchefs über das Internet vor. Die von der Bundesanstalt
für Arbeit online eingerichtete Vermittlungsbörse für IT-Experten
(www.arbeitsamt.de * Green Card) erhielt in diesem Zusammenhang gute
Noten - unter anderem aufgrund der Qualifikationsstruktur der
Bewerber. Arbeitgeber erwarten von ihren potenziellen Mitarbeitern
vor allem Kenntnisse in den Programmiersprachen C++, JAVA/JAVA-Script
sowie HTML, SQL und XML.
    
    Eine Gesamtübersicht der bisher erschienenen Presseinformationen
    der Bundesanstalt für Arbeit finden Sie im Internet unter
    http://www.arbeitsamt.de/hst/services/presseinfo/index.html
    
    
ots Originaltext: Bundesanstalt für Arbeit
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