Bundesagentur für Arbeit (BA)

Starke Jobs für alle Schüler - Siemens und Bundesanstalt für Arbeit starten Modellprojekt innerhalb der Ausbildung im IT-Bereich

    Nürnberg (ots) - Im Rahmen eines bundesweit einmaligen
Modellprojekts haben fünf Jugendliche, die aufgrund schwacher
schulischer Leistungen oder sonstiger Defizite keinen
Ausbildungsplatz gefunden hatten, am 1. September bei Siemens eine
Berufsausbildung zum IT-Systemelektroniker begonnen. Bernhard Jagoda,
Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, und Günther Hohlweg, Leiter
der Siemens-Berufsausbildung, haben am Mittwoch das Modellprojekt
"Ausbildung von Jugendlichen mit unterschiedlichen
Leistungsvoraussetzungen in zukunftsorientierten Berufen" in
Stuttgart offiziell vorgestellt.
    
    "Für die Wirtschaft wird es aufgrund der demographischen
Entwicklung in Zukunft wesentlich schwieriger als heute sein,
genügend geeignete Bewerber für qualifizierte Ausbildungsberufe zu
finden. Um so wichtiger ist es, schon jetzt die Fachkräfte für morgen
auszubilden. Auch auf den ersten Blick schwächere Bewerber müssen
eine Chance haben", so Jagoda.
    
    Die Teilnehmer des Modellprojektes haben eines gemeinsam: Bisher
sind sie alle in der ersten Runde der Bewerbungsverfahren, in der
eine Vorauswahl aufgrund der Bewerbungsunterlagen erfolgt,
ausgeschieden und haben demzufolge keinen Ausbildungsplatz gefunden.
"Jetzt erhalten die jungen Menschen bei Siemens eine Chance und
absolvieren eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker an unserem
Standort in Stuttgart. Sie werden in die reguläre Ausbildung
integriert und erhalten im Bedarfsfall, zum Beispiel bei fachlichen
Problemen, eine besondere Unterstützung des Ausbildungsbetriebes", so
Hohlweg.
    
    Mit dem Modellprojekt möchten die Siemens AG und die Bundesanstalt
für Arbeit aufzeigen, dass auch Jugendliche mit schwächeren
Leistungsvoraussetzungen eine Ausbildung in einem Beruf mit hohem
Anforderungsprofil bewältigen können, wenn sie gezielt unterstützt
werden. Darüber hinaus soll herausgefunden werden, ob die
betriebliche Ausbildung Leistungspotenziale fördern und entwickeln
kann, die im Bereich der allgemeinbildenden Schulen so nicht zu Tage
treten können.
    
    Die Kooperation zwischen der Bundesanstalt für Arbeit und einem
deutschen privaten Ausbildungsbetrieb bei der Konzeption und
Durchführung eines Modellprojekts ist bislang einmalig. Besonders
intensiv war dabei die Zusammenarbeit mit den örtlichen
Arbeitsämtern. Sie haben die meisten Bewerber nach einer Vorauswahl
vorgeschlagen. Die Siemens AG, die mit ca. 9.500 Auszubildenden zu
den größten Ausbildungsbetrieben in Deutschland zählt, investiert in
die Ausbildung der fünf Jugendlichen rund 250.000 EUR.
    
    Weitere Informationen zur Siemens-Berufsausbildung unter:
    www.siemens-ausbildung.de
    
    Informationen zum Thema Berufswahl und Ausbildung bei der
    Berufsberatung in jedem Arbeitsamt und im Internet unter
    www.arbeitsamt.de
    
    Ein Bild ergänzt diese Presse-Information. Sie finden das
    Bildmotiv unter:
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    der Bundesanstalt für Arbeit finden Sie im Internet unter
    http://www.arbeitsamt.de/hst/services/presseinfo/index.html
    
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