Bundesagentur für Arbeit (BA)

200.000. Existenzgründer in den neuen Ländern gefördert

    Nürnberg (ots) - Dem 200.000. mit Überbrückungsgeld geförderten
Existenzgründer in den neuen Ländern hat heute der Präsident der
Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, in Nürnberg die
Förderzusage überreicht. Es handelt sich um eine Jungunternehmerin
aus dem Arbeitsamtsbezirk Neubrandenburg, die sich mit dem Vertrieb
von Solarzellen und Wärmepumpen selbstständig machen will. Daneben
stellte Jagoda die Inhaberin einer Haushalts-Serviceagentur und einen
Bäckermeister beispielhaft für viele erfolgreiche Existenzgründer in
den neuen Ländern vor.
    
    Jagoda betonte, gerade in den neuen Ländern sei die Förderung von
Existenzgründern eine hervorragende Möglichkeit, die dort dringend
benötigten neuen Arbeitsplätze zu schaffen. Die Arbeitsämter hätten
durch ihre Beratungs- und Informationsmöglichkeiten sowie das
finanzielle Förderspektrum, das auch Mittel des Europäischen
Sozialfonds umfasse, einen erheblichen Anteil am Gründungsgeschehen.
Sie seien mittlerweile nicht nur für abhängig Beschäftigte und
etablierte Betriebe, sondern auch für neue Selbstständige eine gute
Adresse. Neben Existenzgründerseminaren und sogenanntem "Coaching"
(beratende Unterstützung) für Jungunternehmer gebe es auch
Lohnkostenzuschüsse, wenn neu gegründete Unternehmen mit nicht mehr
als fünf Beschäftigten zusätzlich Arbeitslose einstellten.
    
    Hauptförderinstrument des Arbeitsamtes für Existenzgründer sei
aber das Überbrückungsgeld das es seit 1986 gebe. Bundesweit seien
bisher 700.000 Existenzgründungswillige mit fast acht Milliarden DM
gefördert worden. In den neuen Ländern habe man für die 200.000
Existenzgründer 2,2 Milliarden DM aufgewendet.
    
    Verbleibsstudien des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung hätten gezeigt, dass 70 Prozent der Geförderten drei
Jahre nach der Gründung noch immer selbstständig seien, weitere fünf
Prozent ihre Tätigkeit noch nebenberuflich ausübten, elf Prozent
wieder sozialversicherungspflichtig beschäftigt und nur weitere elf
Prozent wieder arbeitslos seien. Zusätzliche Arbeitsplätze entstünden
durch die Neugründungen in den neuen Ländern sogar in stärkerem
Umfang als in den alten. Nach drei Jahren beschäftigten 100
ostdeutsche Gründer 108 weitere Mitarbeiter, im Westen kämen 94
zusätzlich eingestellte Arbeitnehmer auf 100 Gründer. Das
Überbrückungsgeld erweise sich somit als Paradebeispiel für gute
Arbeitsmarktpolitik, stellte Jagoda fest.
    
    Eine Gesamtübersicht der bisher erschienen Presseinformationen
    der Bundesanstalt für Arbeit finden Sie im Internet unter
    http://www.arbeitsamt.de/hst/services/presseinfo/index.html
    
    
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