Caritas international

Haiti: Caritas ruft zu partnerschaftlicher Hilfe auf - Kirche und Zivilgesellschaft sind Hoffnungsträger für Wiederaufbau - Essensverteilungen und medizinische Hilfe laufen ruhig und organisiert

Freiburg (ots) - Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, warnt vor einem Wiederaufbau, der an den Menschen Haitis vorbeigeht. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, mahnt: "Eine Lehre der Tsunami-Hilfe war, dass ein langfristig erfolgreicher Wiederaufbau nur gemeinsam mit den betroffenen Menschen gelingt. Die große Chance zum Neuanfang, die für das Land im Wiederaufbau liegt, müssen wir in enger Partnerschaft mit den Haitianern nutzen." Die Hilfe, die derzeit beispielsweise vom US-Militär geleistet werde, sei in der jetzigen Phase der Nothilfe wichtig und richtig, dürfe aber nicht zur Dauerlösung werden.

"Es gibt zwar derzeit keine Regierung", so Müller, "aber es gibt Kirchengemeinden und zivilgesellschaftliche Organisationen. Das müssen tragende Säulen des Wiederaufbaus werden, damit es zu keiner zweiten Kolonialisierung Haitis kommt. Für jede deutsche Hilfsorganisation sollte der Aufbau von haitianischen Partnerorganisationen deshalb Priorität haben. Denn das sind in dieser Stunde Null die Hoffnungsträger eines neuen Haiti." Die haitianischen Partner, seien es kirchliche oder zivilgesell-schaftliche Akteure, mit ihren guten Kenntnissen des regionalen Kontextes müssten in allen Phasen der Hilfe von der Koordination über die Planung bis hin zur Umset-zung so schnell und so eng wie möglich einbezogen werden.

Unterdessen läuft die Caritas-Nothilfe weiter: Über das Wochenende hat Caritas erneut Hilfsgüter wie Lebensmittel, Trinkwasser und Plastikplanen an mehrere Tausend Menschen verteilen können. Die Verteilungen verliefen trotz der angespannten Lage ruhig und organisiert. In der besonders stark zerstörten Region Leogane ist zudem ein mobiles Gesundheitszentrum eingerichtet worden, in dem haitianische Caritas-Ärzte und der deutsche Arzt Joost Butenop Verletzte medizinisch versorgen. Ein großes Problem ist weiterhin die unzureichende Versorgung der Menschen mit Notunterkünften und Zelten. Am Sonntag sind drei weitere deutsche Caritas-Helfer in Port-au-Prince und Santo Domingo angekommen.

Caritas international ruft dringend zu Spenden für die Opfer des Erdbebens auf.

Spenden mit Stichwort "Erdbeben Haiti" werden erbeten:

   - Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank 
     für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, - online unter: 
  www.caritas-international.de
   - Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. 
     üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international
     4,83 EUR) 

Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Pressekontakt:

Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Oliver Müller (verantwortlich), Achim Reinke (Durchwahl
-515). www.caritas-international.de

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