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Deutsche Marine - Pressemeldung mit Presse-Einladung: "Spessart" und "Homburg" beenden Nato-Einsatz - 17 Seeminen beseitigt

Deutsche Marine - Pressemeldung mit Presse-Einladung: "Spessart" und "Homburg" beenden Nato-Einsatz - 17 Seeminen beseitigt
Versorgungsmanöver auf See mit Trossschiff "Spessart" und der "USS Taylor", Oliver Hazard Perry Klasse. Foto: Deutsche Marine

    Glücksburg (ots) -

    - Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
        http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

    Kiel - Am morgigen Freitag, 5. Dezember, kehren das Minenjagdboot "Homburg" und das Versorgungsschiff "Spessart" nach mehrmonatigen Nato-Einsätzen in den Marinestützpunkt Kiel zurück. Die "Homburg" war viereinhalb Monate lang im Mittelmeer und im Atlantik unterwegs und lief 15 Häfen an. Sie läuft um 9 Uhr in Kiel ein. Das Boot gehörte zum ständigen Nato-Minensuchverband SNMCMG 1 (englisch: Standing Nato Mine Counter Measure Group) und legte etwa 11.000 Seemeilen zurück - das sind rund 19.800 Kilometer. Die Erfolgsbilanz kann sich nach diesem Einsatz sehen lassen: Insgesamt hat der Nato-Verband 17 alte Seeminen im Ärmelkanal gefunden und gesprengt. Zusätzlich wurden von der "Homburg" vier Minen im Mittelmeer entdeckt, die demnächst geräumt werden. Der 32-jährige Kommandant, Kapitänleutnant Lukas Fuckerirer, sagt: "Es würde uns freuen, wenn diese Leistung - neben den zurzeit verständlicherweise viel öffentlichkeitswirksameren Auslandseinsätzen der Deutschen Marine - eine würdige Beachtung fände." Die Aufgabe des multinationalen Verbandes besteht unter anderem darin, Seewege von alten Minen und Munition zu befreien. Darüber hinaus stehen die Nato-Schiffe als Eingreifverband zur Verfügung, um gegebenenfalls an Meerengen und Nadelöhren der Schifffahrt Minen und Munition zu beseitigen.

    Soldaten bringen Weihnachtsgeschenke aus Auslandshäfen mit

    Fuckerirer freue sich mit der ganzen Besatzung jetzt vor allem auf die Familienangehörigen "von denen hoffentlich viele beim Einlaufen anwesend sein werden". Die meisten der Soldaten hätten in den Auslandshäfen bereits die diesjährigen Weihnachtsgeschenke besorgt. "Ich selbst habe für meine Frau und meinen fast drei Jahre alten Sohn noch nichts gekauft", gibt er freimütig zu. Das wolle er in den kommenden Tagen nachholen. Sein schönstes Erlebnis sei gewesen, als seine kleine Familie am Mittwoch bei Sehestedt am Nord-Ostsee-Kanal gestanden hätte. "Wir haben uns gegenseitig zugewinkt", so der Familienvater. Im Rückblick bliebe ihm persönlich von der mehrmonatigen Tour der Aufenthalt in Lissabon in bester Erinnerung: "Es war unser erster Hafen in der Sonne - und die portugiesische Hauptstadt ist eine Weltmetropole." Seine Soldaten hätten natürlich Palma de Mallorca wegen des nächtlichen Partylebens am besten gefunden. Aufgrund der multinationalen Zusammensetzung des Minensuchverbandes werden die Marinesoldaten bei ihren Besuchen in Auslandshäfen besonders als deutsche Botschafter wahrgenommen. Verständigungsprobleme gibt es dabei selten, weil die Männer und Frauen im Verband ohnehin als Arbeitssprache Englisch verwenden. Bei dem Minenjagdboot "Homburg" handelt es sich um ein Boot der "Frankenthal-Klasse" Typ 332. Sie ist mit einer Sonaranlage ausgestattet und kann Minen auf dem Meeresgrund aufspüren und beseitigen. Dazu hat das Boot die fernsteuerbare Unterwasserdrohne Pinguin an Bord. Zur Besatzung gehören 39 Männer und eine Frau. Das Boot gehört zum 3. Minensuchgeschwader in Kiel.

    Marinesoldaten übten auf "Spessart" Kontrollen der Ladung

    Das ausschließlich mit zivilen Beschäftigten besetzte Versorgungsschiff "Spessart" trifft am Freitag gegen 10 Uhr im Marinestützpunkt Kiel ein. Das  sogenannte Trossschiff war mit ihren 40 Männern und zwei Frauen insgesamt 89 Tage lang im Mittelmeer und auf dem Atlantik unterwegs, um den Nato-Verband SNMG 1 (englisch: Standing Nato Maritime Group) mit Diesel und Wasser zu versorgen. Dabei legte das Schiff rund 18.000 Seemeilen zurück, das sind etwa 32.400 Kilometer. "Außerdem wurde unser Marineschiff, dass bis auf die graue Farbe wie ein ziviler Tanker aussieht, von den Nato-Verbündeten aus Deutschland, Kanada, Polen, Spanien, Türkei, den Niederlanden und den USA genutzt, um mit sogenannten Boarding-Teams an Bord der "Spessart" Kontrollen der Ladung zu üben", sagt der 60-jährige Kapitän Wolfgang Schmidt. Solche Boarding-Teams gewinnen derzeit immer mehr an Bedeutung. So ist es zum Beispiel vor dem Libanon die Aufgabe der Deutschen Marine, zivile Schiffe auf ihre Ladung zu kontrollieren, damit dort der Waffenschmuggel unterbunden werden kann. Das Trossschiff "Spessart" hat während des Einsatzes 66-mal andere Schiffe und Boote mit Kraftstoffen versorgt. Dabei pumpte sie 8.272 Kubikmeter - das sind über 8,27 Millionen Liter - in deren Tanks. Mit der Menge könnten neun durchschnittliche deutsche Hallenbäder gefüllt werden.

    Teilnahme an Großmanöver der Nato

    Im Oktober nahmen beide Besatzungen am Nato-Manöver "Noble Midas 08" teil. Dabei handelte es sich um ein Großmanöver mit insgesamt 3.800 Soldaten, über 30 Schiffen und Booten sowie vier U-Booten aus 15 Nato-Staaten. Das Besondere an dem Manöver war, dass alle vier bestehenden ständigen Einsatzverbände der Nato gemeinsam im Mittelmeer übten.

    Hintergründe zu den vier ständigen Einsatzverbänden der Nato gibt es im Presseportal unter dem Link:

    http://www.presseportal.de/pm/67428/1253294/presse_und_information szentrum_marine?search=snmcmg

    Autor: Detlef Struckhof, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Deutsche Marine

    Wichtige Hinweise für die Presse: Die Presse ist zum Einlaufen der "Homburg" und der "Spessart" herzlich eingeladen. Das Marinemusikkorps Ostsee sorgt für eine musikalische Untermalung der Zeremonie. Pressevertreter finden sich am morgigen Freitag, 5. Dezember 2008, bitte pünktlich um 8.30 Uhr am Haupttor des Marinestützpunkts Kiel, Schweriner Straße 17, 24106 Kiel, ein. Dort übernimmt Hauptbootsmann Thomas Lerdo die Betreuung der Pressevertreter. Wegen der Kürze bis zum morgigen Termin ist eine vorherige Akkreditierung nicht erforderlich. Dafür ist der Einlass aber nur in der Gruppe pünktlich um 08.30 Uhr möglich. Rückfragen direkt an Hauptbootsmann Thomas Lerdo, Telefon: 04 31 - 3 84 - 14 11.

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Stabsbootsmann Detlef Struckhof
Telefon: 0 46 31 - 6 66 - 44 14 / 44 12
E-Mail: piz@marine.de
Fotoredaktion: 0 46 31 - 6 66 - 44 32

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