Presse- und Informationszentrum Marine

Deutsche Marine - Pressemeldung: Minensuchboote kehren heim nach Kiel - Für UNO 180 Schiffe abgefragt

Deutsche UNO-Soldaten winken dem Minenjagdboot M 1097 "Laboe" beim Auslaufen aus dem Hafen von Limassol auf Zypern nach dem viermonatigen UNIFIL-Einsatz nach. Signalkörper sind zum Abschied am Himmel zu sehen. Foto: Deutsche Marine

    Glücksburg (ots) -

    - Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
        http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

    Kiel - Voraussichtlich am späten Sonntagabend, 16. November, werden die beiden Minensuchboote "Laboe" und "Pegnitz" von ihrem viermonatigen UNIFIL-Einsatz vor dem Libanon in ihren Heimathafen Kiel zurückkehren. Die Boote haben jeweils über 17.000 Seemeilen - das sind rund 30.600 Kilometer - zurückgelegt und gemeinsam fast 180 Schiffe im Auftrag der Vereinten Nationen (UNO) nach ihrer Ladung abgefragt. "Hierdurch wurde ein wichtiger Beitrag zum Unterbinden des Waffenschmuggels über See geleistet", bilanziert Korvettenkapitän Mario Bünnagel (35), Kommandant des Holstablenkbootes "Pegnitz". Das Minenjagdboot "Laboe" hatte zu Beginn des Einsatzes im Mittelmeer elf afrikanische Flüchtlinge gerettet, die zu ertrinken drohten.

    Libanesische Soldaten ausgebildet

    Die insgesamt 84 Besatzungsmitglieder - darunter sieben Frauen - kommen in dem Bewusstsein nach Hause, "dass sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Libanons und damit zur Stabilität der Region geleistet haben", sagt Kapitänleutnant Jens Geppert (35), Kommandant des Minenjagdbootes "Laboe". Aufgrund der aktuellen Gefährdungslage in Beirut war es den Besatzungsmitgliedern nicht möglich, die Stadt zu besuchen. Sie sahen die Metropole nur vom Hafen aus. "Die Eindrücke, die wir vom Marinehafen aus sammeln konnten, lassen jedoch auf eine faszinierende und pulsierende Metropole schließen", so Geppert. Die Besatzungen der deutschen Marineboote trainierten während ihres Einsatzes Soldaten der libanesischen Streitkräfte auch in moderner Schiffssicherung sowie in Such- und Rettungsmaßnahmen (SAR). Gleichzeitig arbeiteten die deutschen Seeleute mit den Radarstationen des Libanons zusammen und koordinierten gemneinsam die Seeraumüberwachung. Die Küstenradarkette wurde von Deutschland aufgebaut und finanziert. Deutsche Marinesoldaten trainieren das Personal.

    "Laboe" im kommenden Jahr wieder vor dem Libanon

    Nach ihrer Heimkehr werden die Besatzungen Urlaub machen, danach beginnen die Einsatznachbereitungen der Boote. Hierzu gehört zum Beispiel die Rückgabe von jetzt überflüssigem Material. Das Minenjagdboot "Laboe" wird bereits im kommenden Jahr wieder Richtung Libanon aufbrechen - voraussichtlich im Juni.

    Hintergründe UNIFIL-Einsatz

    Das Einsatzgebiet von UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon, zu Deutsch: Interimstruppe der Vereinten Nationen in Libanon) umfasst zu Lande seit März 1978 das Gebiet des Südlibanons. Ferner gehört seit September 2006 ein Seegebiet vor der libanesischen Küste dazu. Es entspricht der Größe des Landes Schleswig-Holstein. Deutsche Einheiten werden gemäß eines entsprechenden Ersuchens des Libanons mit Schwerpunkt Seeraumüberwachung sowie zur Sicherung des Landes von der Seeseite her eingesetzt. Die Deutschen Marineeinheiten sind in Limassol auf Zypern stationiert. Die Boote sind während des Auslandseinsatzes meist sechs Tage lang auf See, um das zugewiesene Seegebiet zu kontrollieren. Danach geht es für zwei Ruhetage nach Limassol. Dort sind die Boote von den Besatzungen zu warten und zu pflegen.

    Informationen zum Hohlstablenkboot "Pegnitz"

    Das Hohlstablenkboot M 1090 "Pegnitz" gehört zum 5. Minensuchgeschwader. Es ist circa 18 Knoten - das sind rund 32 Stundenkilometer - schnell. Wegen dieser Schnelligkeit und den besonderen Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung mit den Radargeräten wird es im Seegebiet vor dem Libanon eingesetzt. Kommandant ist der 35-jährige Korvettenkapitän Mario Bünnagel. Seit dem 27. Oktober dieses Jahres ist er der Chef von 39 Besatzungsmitgliedern, darunter vier Frauen.

    Informationen zum Minenjagdboot "Laboe"

    Das Minenjagdboot M 1097 "Laboe" ist ebenfalls circa 18 Knoten schnell. Es gehört zum 3. Minensuchgeschwader. Es besitzt neben dieser Schnelligkeit besondere Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung. Kommandant ist seit dem 21. September 2007 der 35 Jahre alte Kapitänleutnant Jens Geppert. Auf dem Boot sind 45 Besatzungsmitglieder, davon drei Frauen.

    Autor: Detlef Struckhof, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Deutsche Marine

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Detlef Struckhof
Telefon: 0 46 31 - 6 66 - 44 14 / 44 00
E-Mail: piz@marine.de
Fotoredaktion Marine: 0 46 31 - 6 66 - 44 32


Medieninhalte
4 Dateien

Weitere Meldungen: Presse- und Informationszentrum Marine

Das könnte Sie auch interessieren: