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Spektakuläre Rettungsaktion der Marine vor Rügen

SAR Rettungshubschrauber vom Typ Sea King: 52 gerettete Personen 2007

    Glücksburg (ots) -

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    Der Segler Uwe B. aus Lübeck hatte Glück. Der 60-Jährige verdankt einer gemeinsamen Rettungsaktion der Deutschen Marine und der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wahrscheinlich sein Leben.

    Uwe B. setzt am Morgen des 27. Mai von seiner Motorsegeljacht "Heide" einen Notruf ab. Etwa 30 Seemeilen nordöstlich von Rügen treten bei ihm akute Herzbeschwerden auf. Der Segler ist allein unterwegs.  Er droht ohnmächtig zu werden und kann sein Schiff nicht mehr steuern. Es gelingt ihm noch über Funk bei der Küsten-Seenotfunkstelle "Bremen Rescue Radio" um Hilfe zu rufen.

    Unverzüglich werden alle Schiffe in unmittelbarer Nähe alarmiert. Die Fregatte "Brandenburg" und das Minenjagdboot "Weilheim" nehmen sofort  Kurs auf die Segeljacht. Ein dänischer Hubschrauber eilt ebenfalls zur Hilfe. Die Dänen haben aber nicht die nötige Ausrüstung dabei, um den geschwächten Patienten sicher zu bergen. Wenig später trifft auch ein Rettungshubschrauber "Sea King" der Deutschen Marine aus Kiel vor Ort ein.

    Ein Speedboot der Fregatte "Brandenburg" holt Uwe B. zunächst an Bord, wo der Schiffsarzt die Erste Hilfe übernimmt. Nachdem der Patient stabilisiert ist, fliegt ihn der deutsche Hubschrauber in die Hanseklinik nach Stralsund. "Bei einer Seenot-Rettung zählen vor allem Schnelligkeit und genaue Absprachen. Hier hat alles reibungslos funktioniert und wir konnten einen Segler in Not retten", freut sich der Kommandant der "Brandenburg", Fregattenkapitän Torsten Ites. Uwe B. ist wieder wohlauf. Und wie der Zufall es so will: Uwe B. war früher selber Soldat. "Ich bin ehemaliger Heeres-Offizier", erzählt der dankbare Segler den Hubschrauberpiloten. "Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann einmal von einem Marinehubschrauber gerettet werden muss", ergänzt er. Seine zurückgelassene Segeljacht wird durch zwei Besatzungsmitglieder des Seenotkreuzers "Wilhelm Kaisen" in den Hafen von Sassnitz gesteuert.

    Die "Sea King"-Hubschrauber haben sich im täglichen Einsatz zur Unterstützung der Flotte im Rettungsdienst (SAR- Search and Rescue) seit Jahren bewährt. Sie sind die fliegenden Arbeitspferde der Deutschen Marine. Neben dem Such- und Rettungsdienst übernehmen die "Sea King"-Helikopter Aufgaben wie Evakuierungsoperationen, Seeraumüberwachung und Aufklärung sowie Katastrophenhilfe. Bis zu vier Hubschrauber des Marinefliegergeschwader 5 in Kiel Holtenau können für den SAR-Dienst ausgerüstet werden. Im vergangenen Jahr retteten deutsche SAR-Besatzungen 52 Menschen.

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