SAT.1

2 Folgen "24 Stunden Spezial"
Themen am 2. September 2002 um 23.45 und 0.15 Uhr
Montag, 2. September 2002, 23.45 Uhr

    Berlin (ots) -          Entkommen! Augenzeugen des Terrors          Auf der Flucht vor dem zusammenstürzenden Wolkenkratzer stürzt der Kameramann, rappelt sich auf, wischt die dicke Staubschicht von seiner Linse und traut seinen Augen nicht: Aus der Aschelawine, die einmal das World Trade Center war, taucht ein alter Mann auf, hustend und von Kopf bis Fuß mit Ruß und Schuttresten bedeckt. "Ich bin gerannt wie ein Wahnsinniger", keucht der Überlebende. "Ich bin zwar schon 69, aber Gott sei Dank kann ich immer noch um mein Leben laufen." Ground Zero, 11. September 2001. Der "Asche-Mann" geht als eine Momentaufnahme des Schreckens um die Welt. Wie geht es ihm heute? Wie lebt er mit der Erinnerung an den Horror? Warum spricht er nicht einmal mit seiner Frau über das, was er durchgemacht hat?          Sat.1-Korrespondent Stephan Strothe und sein Team haben nach monatelangen Recherchen einige der Amerikaner wiedergefunden, die den Schrecken des 11. September 2001 erlebten und sich retten konnten. In der Reportage kommen sie zu Wort: Der Hausmeister, der seine Fähre nach Manhattan verpasste und deshalb nicht im 105. Stock war, als das Flugzeug einschlug. Er konnte einen Schwerverletzten retten, fühlt sich aber heute "irgendwie schuldig", weil er überlebte, als so viele seiner Freunde und Kollegen starben. Albträume haben auch die Piloten eines Polizeihubschraubers. Tatenlos musste die Besatzung mit ansehen, wie Menschen in die Tiefe sprangen. "Als Polizist habe ich schon viel Furchtbares gesehen", erinnert sich einer der Piloten, "aber diese Bilder werden mich bis ins Grab verfolgen." Wie nahe Gut und Böse, Hass und Nächstenliebe, Verzweiflung und Hoffnung am 11. September 2001 beieinander lagen, beweist die Geschichte eines Technikers, den der Terrorangriff im Nordtower überraschte. Er trug eine Behinderte über 40 Stockwerke ins Erdgeschoss, kurz bevor die Türme einstürzten. Die Frau und ihr Retter haben sich wiedergefunden.Montag, 2. September 2002, 0.15 Uhr          Außer Kontrolle: Amerikas geheime Bio-Waffen     Schon kurz nach den schlimmsten Biowaffen-Anschlägen der

US-Geschichte stand für das FBI fest: Der Anthrax-Killer, der im
vergangenen Herbst fünf Menschen umbrachte, dutzende verletzte und
eine ganze Nation in Angst und Schrecken versetzte, operiert nicht
aus einem irakischen Biowaffen-Bunker. FBI-Experten präsentierten
einen präzisen und für die eigene Öffentlichkeit schockierenden
Steckbrief. Der Mörder sei aller Wahrscheinlichkeit nach ein
amerikanischer Wissenschaftler und habe Erfahrung im Umgang mit
biologischen Waffen in US-Labors gesammelt. Terror made in USA.
    
    Aber trotz des klaren Täterprofils und eines Großeinsatzes fast
aller Sicherheitskräfte müssen die FBI-Sonderermittler zugeben: "Wir
haben fast ein Jahr nach den Anschlägen immer noch keine heiße Spur."
Fehlt den Elite-Agenten die notwendige Fachkenntnis für die
ungewohnte Detektivarbeit in der Welt der Mikroben oder dürfen sie
nur mit halber Kraft fahnden - weil sie sich sonst zu intensiv mit
Biowaffen-Programmen beschäftigen müssten, die CIA und Pentagon in
eigener Regie betrieben haben? Mit diesen Fragen beschäftigen sich
Sat.1-Reporter Stephan Strothe und Joey Thomas in ihrer
Dokumentation. Namhafte US-Biowaffenexperten werfen FBI und Regierung
vor, die Fahndung nach dem oder den Schuldigen zu verzögern.
Spätestens zum Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001
erwartet auch die amerikanische Öffentlichkeit eine Erfolgsmeldung.
Unter dem wachsenden Druck durchsuchten FBI-Beamte mit Spürhunden
reihenweise die Wohnungen von Wissenschaftlern - und sorgen dafür,
dass die Presse rechtzeitig informiert ist. Die Biowaffen-Detektive
können zwar immer noch keine einzige Verhaftung melden, aber für ein
paar Bilder in den Abendnews reicht's allemal.
    
ots Originaltext: Sat.1
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Helga Hörnle
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