SAT.1

Spiegel TV-Reportage
Montag, 17. Juni 2002, 23.15 Uhr
"Ich wünschte, ich wäre nie geboren" - Im Hochsicherheitstrakt von Eickelborn

    Berlin (ots) - Eickelborn in Ost-Westfalen ist Deutschlands größte
Klinik für psychisch kranke Straftäter. Hinter Plexiglaswänden und
Stacheldraht streng abgeschottet von der Öffentlichkeit sitzen hier
370 Gewalttäter, psychisch schwer gestörte Mörder, Kinderschänder und
Brandstifter.
    
    In diesem Frühjahr wurde um das weitläufige Gelände ein zweiter,
acht Meter hoher Zaun gezogen, außen patrouillieren ständig
Wachleute. Nie wieder soll sich wiederholen, was 1994 in dem kleinen
Ort für lähmendes Entsetzen sorgte: Damals war ein so genannter
Freigänger geflüchtet, hatte ein siebenjähriges Mädchen aus dem Ort
vergewaltigt und anschließend ermordet.
    
    Im Gegensatz zu einem normalen Gefängnis werden Straftäter in
Eickelborn zwangstherapiert, immer wieder mit ihrer Tat konfrontiert,
müssen sie die Grundregeln des sozialen Miteinanders erlernen. Dieser
Prozess dauert oft Jahre, und keiner der Insassen hier weiß, wann er
Eickelborn wieder verlassen darf. Begrenzte Strafzeiten gibt es
nicht, über den Entlassungstermin entscheiden allein die Ärzte und
Therapeuten.
    
    "Spiegel TV"-Autor Michael Grotenhoff konnte in Eickelborn drehen,
vor allem auf der Station 31, dem Gebäude mit der höchsten
Sicherheitsstufe. Er sprach mit Tätern und Pflegern, beobachtete
Therapiesitzungen und Freigänger beim Ausgang, und er erlebte, wie
schwer es den Insassen fällt, sich mit ihren Taten auseinander zu
setzen.
    
    
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