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SPIEGEL TV-REPORTAGE - Montag, 14. Januar 2002, 23.15 Uhr

    Berlin (ots) -

    Der Katalog -     Wie Neckermann es möglich macht

    Sie gehen wieder raus: 26 mal 21 Zentimeter groß und 2500 Gramm schwer. In diesen Tagen erreichen knapp sieben Millionen Kataloge die Haushalte zwischen Flensburg und Oberammergau. Der neue "Neckermann" ist da. Ist die Bestellerbibel erfolgreich, so wird eine überwiegend weibliche Klientel für rund 800 Millionen Euro Ware ordern, ungefähr zehn Millionen mal klingelt dann der Postmann und hält ein Neckermann-Paket unter dem Arm.

    Die "Spiegel TV"-Reportage hat die Produktion des aktuellen Hauptkatalogs bei Deutschlands drittgrößtem Versandhaus über mehrere Monate mit der Kamera begleitet. HK 244, so die interne Bezeichnung, oder "Frühjahr/Sommer 2002" ist 1.520 Seiten stark und sechs Monate gültig. Ein Wälzer mit über 50-jähriger Tradition und 110.000 Artikelpositionen auf Hochglanzpapier. Von der Heizdecke bis zum Rasenmäher, vom Massagestab bis zum Umstandskleid. Neckermann machts möglich. Ein gewaltiger logistischer Aufwand ist notwendig, um alle Artikel im Katalog zu präsentieren. Ob Saftpresse oder Stringtanga, jeder Artikel wird mit den Ergebnissen von Marktforschung und Vorjahresverkaufzahlen genau durchleuchtet, analysiert und in einem internen Ranking bewertet. Erst dann darf er ins Sortiment. 50 Prozent aller Artikelpositionen bei Neckermann sind Textilien.

    Die 1950 von Josef Neckermann gegründete Neckermann Versand AG wurde 1977 durch die Karstadt AG übernommen. Inzwischen gehört auch das ehemals von der Familie Schikedanz geleitete Fürther Versandhaus Quelle zur Karstadt Holding. Einzig der Hamburger Otto Versand befindet sich noch in Familienbesitz.

    "Spiegel TV"-Autor Mate Spörl konnte bei der Produktion des Hauptkatalogs HK 244 einen Blick hinter die Kulissen werfen. Er begleitete Modefotografen beim Shooting von Titel und Bademoden, drehte im Neckermann eigenen 4.000 qm Fotostudio die Schwierigkeiten beim Ablichten von Kühltruhen, Schrankwänden und Hundedecken, reiste mit einer Einkäuferin der Damenoberkleidung in fernöstliche Textilfabriken, schaute Textern und Grafikern beim Seitenmachen über die Schulter und erlebte hitzige Debatten zwischen Werbern und Einkäufern über verkaufsförderndes Layout und den Sexappeal von bedrucktem Papier.

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Helga Hörnle
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