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"Richterin Barbara Salesch" (mo - fr, 18.00 Uhr)
Die Fälle vom 8. bis 12. Mai 2000

    Berlin (ots) - In vielen Fällen, die vor dem Schiedsgericht von
Richterin Barbara Salesch verhandelt werden, dreht sich alles um das
Thema Geld. Oft ist es schon erstaunlich, mit welchen Argumenten so
mancher Beschuldigter den Forderungen der Gegenpartei begegnet.
    
    Die Fälle:
    Montag, 8. Mai 2000: Immer wenn Christian H. aus Essen in der
Patsche saß, konnte er auf die Hilfe seiner Schwester Lidonka zählen.
Doch jetzt hat sie genug und fordert 100 Mark zurück, von denen er
aber behauptet, sie seien ein Geburtstagsgeschenk gewesen. Genauso
wenig wie er das Geld zurückgeben will, sieht er ein, dass er seiner
Mutter Janine, die ihn bekocht und für seine Wäsche sorgt, Kostgeld
zahlen soll.
    
    Dienstag, 9. Mai 2000: Als Frank Sch. aus Schmitshausen noch in
Herne lebte, übernahm er von seinem Nachbarn Gerhard O. dessen
Wohnung samt Einbauküche. Doch dann zog Frank in die Pfalz und
stellte die noch ausstehenden Raten für die Küche ein. Gerhard
fordert nun das restliche Geld.
    
    Mittwoch, 10. Mai 2000: Nicole F. aus Köln vermietete ihre Wohnung
an Andreas B. aus Seeg. Doch als sie hörte, dass sich die Polizei für
ihre Wohnung interessiert, sah Nicole nach dem Rechten und fand nur
heilloses Chaos und unbezahlte Telefonrechnungen auf ihren Namen vor.
Sie schaffte Andreas' Sachen in den Keller und zog selbst wieder ein.
Nun fordert sie von Andreas die Miete und die Erstattung der
Telefonkosten. Doch er will erst zahlen, wenn Nicole ihm die
Gegenstände ersetzt, die aus ihrem Keller gestohlen wurden.
    
    Donnerstag, 11. Mai 2000: Für eine Fahrradtour lieh sich Daniel H.
aus Inning das teure Mountainbike von seinem Münchner Kollegen Ivo A.
Trotz eines Bügelschlosses wurde Daniel das Rad gestohlen. Ivo
fordert Ersatz, aber Daniel fühlt sich unschuldig. Er steht auf dem
Standpunkt, das Rad hätte genauso gut Ivo selbst gestohlen werden
können und will aus diesem Grund nicht zahlen.
    
    Freitag, 12. Mai 2000: Sven E. aus Varel verlieh seine CDs an
Michael S. aus Sande, denn dieser wollte damit auf seiner
Verlobungsfeier für gute Musik sorgen. Allerdings bekam Sven seine
CDs nicht zurück. Stattdessen klagt Michael von ihm die Anzahlung für
ein Brautkleid ein, das Svens Ehefrau bei ihrer Hochzeit getragen
hatte und das Michaels Verlobte Sabrina bekommen sollte.
    
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Birgit Borchert
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Übrigens: Jeder, der seinen Fall vorm Fernsehschiedsgericht
entscheiden lassen will, kann dies über das Büro der Richterin tun
(Tel: 01805 / 33 99 69 - Computel, 24 Pf./Min), oder er wendet sich
schriftlich an: Barbara Salesch, Otto-Hahn-Straße 9 - 11, 50997 Köln.

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