eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

Supergeil und Co.: eco Verband zeigt die Dos und Don'ts des viralen Marketing

Köln (ots) - Dr. Torsten Schwarz, Leiter der eco Kompetenzgruppe Online-Marketing, warnt Marketingabteilungen vor zu großer Euphorie: "Ein universelles Erfolgsrezept für das perfekte virale Marketing gibt es nicht."

Wenn der Konsument zum Markenbotschafter wird: Virales Marketing ist in Agenturen und Marketingabteilungen beliebter denn je. Doch eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. (www.eco.de) warnt: Nicht jeder Spot wird automatisch zum Hit. Dr. Torsten Schwarz, Leiter der eco Kompetenzgruppe Online-Marketing (online-marketing.eco.de), erklärt: "Der 'Supergeil'-Spot von Edeka (http://tinyurl.com/nru5nww) oder das 'First Kiss'-Video von Wren (http://tinyurl.com/ol9tjmw) waren allein in diesem Jahr Paradebeispiele, wie sich mit außergewöhnlichen Ideen eine Reichweite und Aufmerksamkeit erzielen lassen, von denen die klassische Werbung nur träumen kann. Doch die Verbreitung ist schwer zu steuern: Ein universelles Erfolgsrezept für das perfekte virale Marketing gibt es nicht." Worauf es bei viralen Kampagnen zu achten gilt und wie sich das Risiko eines Misserfolges reduzieren lässt, zeigt der eco Verband in sechs einfachen Tipps:

Dos:

   - Die Zielgruppe kennen: Virales Marketing erreicht vor allem ein 
     junges und Social Media-affines Publikum - der Content muss sich
     an ihren Ansprüchen und Gewohnheiten orientieren. Dabei lassen 
     sich auch aktuelle Events wie die WM 2014 nutzen, so wie es 
     Pepsi etwa erfolgreich getan hat (http://tinyurl.com/lhd9as8). 
     Keine Sorge: Wird ein virales Video bei Facebook, Reddit und Co.
     zum Hit, erreicht es als aktuelles Netzphänomen automatisch auch
     die klassischen Medien. 
   - Emotionen erzeugen: Ob Lachen, Rührung oder Erschrecken - der 
     Spot muss im Zuschauer echte Gefühle wecken und ihn für ein paar
     Minuten aus dem Alltag holen. Diese Emotionen bewegen ihn dazu, 
     das Video via Social Media mit Freunden zu teilen, wie etwa beim
     bekannten "First Kiss"-Video. 
   - Für Überraschungen sorgen: Das clevere Spiel mit den Erwartungen
     der Zielgruppe ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Ein guter Spot 
     muss dem Zuschauer etwas bieten, was er so noch nie gesehen hat.
     Mit geschicktem viralen Marketing und abgedrehten Trailern 
     schafft es der US-Sender SyFy etwa regelmäßig weitreichende 
     Hypes rund um absurde Trash-Filme wie "Sharknado" aufzubauen. 

Don'ts:

   - Produkte in den Vordergrund rücken: Was bei "Supergeil" mit viel
     Selbstironie funktioniert, kann auch schnell nach hinten 
     losgehen. Bei erfolgreichen viralen Videos steht Authentizität 
     immer im Vordergrund - Kaufaufforderungen und Aufdringlichkeit 
     sind ein absolutes No-Go. 
   - Die Markenbotschaft aus den Augen verlieren: Bei aller 
     Kreativität und innovativen Ideen muss der Spot zum Unternehmen 
     passen und darf nicht in Konflikt mit der Kernbotschaft geraten.
     Ein Beispiel: Die mit makabrem Humor versehene Videoreihe "Ford 
     Ka's Evil Twin" (http://tinyurl.com/kf9wuez) aus Großbritannien 
     verbreitete sich vor einigen Jahren zwar rasend im Netz, 
     bescherte Ford aber einen herben Imageverlust. 
   - Planbarkeit überschätzen: Auch in Zeiten, in denen immer größere
     Budgets für virales Marketing vorgesehen sind, muss klar sein: 
     Verbreitung und Effekt der Spots bleiben schwer abzuschätzen. 
     Mehr Aufwand und mehr Kosten resultieren nicht immer in mehr 
     Erfolg. Gezielte Startseitenplatzierungen bei YouTube oder 
     Facebook-Anzeigen können viralen Spots jedoch oft den nötigen 
     Schub verleihen. 

eco (www.eco.de) ist mit mehr als 750 Mitgliedsunternehmen der größte Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet der eco Verband maßgeblich die Entwicklung des Internets in Deutschland, fördert neue Technologien, Infrastrukturen und Märkte, formt Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. In den eco Kompetenzgruppen sind alle wichtigen Experten und Entscheidungsträger der Internetwirtschaft vertreten und treiben aktuelle und zukünftige Internetthemen voran.

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