eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

Internet-Verbände laden zum Sicherheitsgipfel

    Köln/Brüssel (ots) -
    
    Harald A. Summa: "ISP sind nicht Handlanger einer europäischen
Überwachungsunion, die den digitalen Lauschangriff auf den Bürger zum
politischen Ziel erhebt"
    
    Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft, eco Electronic
Commerce Forum e.V. (Köln), und die European Internet Service
Provider Association, EuroISPA, in Brüssel, laden zum europäischen
Gipfeltreffen unter dem Thema "Sicherheit im digitalen Zeitalter".
Ziel ist es, Regierungsvertreter und Repräsentanten der
Internet-Wirtschaft zusammenzubringen, um Möglichkeiten zu erörtern,
die Sicherheit in der digitalen Ökonomie zu verbessern. Im einzelnen
sollen die Themen Netzwerksicherheit, Verbraucherschutz vor Viren und
unerwünschten E-Mails, Verschlüsselung und
Mehrwert-Sicherheitsdienste beleuchtet werden.
    
    Die EuroISPA-Konferenz findet am 10. und 11. April in Brüssel
statt. Zu den Keynote-Sprechern gehören der EU-Kommissar Antonio
Vitorino und der Belgische Minister für Telekommunikation, Rik Daems.
Die EuroISPA repräsentiert mehr als 500 Internet Service Provider aus
fast allen europäischen Ländern.
    
    Ein Kernthema der Konferenz sind Bedenken der Internet Service
Provider (ISP) gegen die geplante EU-Gesetzgebung zur Rolle der
ISP-Firmen im Sicherheitskonzept der Europäischen Union. Demnach wäre
den ISP das Abfangen unerwünschter Kommunikationsformen nicht mehr
erlaubt. Die Internet Service Provider könnten dadurch ihre Kunden
nicht mehr bzw. noch weniger vor Viren und E-Mail-Spamming schützen,
argumentiert Euro-ISPA. Gleichzeitig wehren sich die
Infrastruktur-Firmen gegen jüngste Vorschläge im Europarat, die den
ISP Überwachungsaufgaben im Auftrag des Staates zuweisen wollen.
    
    Harald A. Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen
Internet-Wirtschaft, erklärt: "Wir müssen einerseits das Vertrauen
ins Netz stärker und benötigen hierzu Sicherheitssysteme und eine
funktionierende Kontrolle, um Cyber-Kriminalität wirksam zu
bekämpfen. Andererseits darf der Verbraucher das Sicherheits- und
Kontrollnetz nicht als 'Big Brother' erleben, in dem seine
Kommunikation von staatlichen Stellen mitgelesen wird. Die Internet
Service Provider lehnen es ab, sich zu Handlagern einer europäischen
Überwachungsunion degradieren zu lassen, die den digitalen
Lauschangriff auf die Bürger zum politischen Ziel erhebt."
    
    Gesetzgeber hat "schlampig" formuliert
    
    Darüber hinaus werfen die ISP dem europäischen Gesetzgeber vor,
durch "überaus schlampige Formulierungen" Rechtsunsicherheit zu
schaffen. So spricht die EU beispielsweise von "jeder für die
Verarbeitung in Computersystemen geeigneten Datenform". Das
beinhaltet u.U. auch menschliche Sprache, also den Telefonverkehr,
meint EuroISPA. Die ISP-Definition "jede Einheit die Computerdaten
speichert" hält die EuroISPA ebenso für unhaltbar. Dies würde
praktisch jeden Pizzabäcker, der Bestellungen per E-Mail
entgegennimmt, einschließen.
    
    "Der europäische Gesetzgeber muss sich bei seinen Überlegungen von
den technischen Gegebenheiten und der Praxis im Internet-Geschäft
leiten lassen, damit seine politischen Ziele realisierbar werden. Er
muss zudem seine Richtlinien präziser formulieren, damit die Vorgaben
sinnvoll umsetzbar sind", erklärt eco-Geschäftsführer Harald A.
Summa.
    
    eco Electronic Commerce Forum e.V. (www.eco.de) ist der Verband
der Internet-Wirtschaft in Deutschland. Ziel ist, die kommerzielle
Nutzung des Internets voranzutreiben, um die Position Deutschlands in
der globalen Internet-Ökonomie und damit den Wirtschaftsstandort
Deutschland insgesamt zu stärken. eco-Forum versteht sich in diesem
Sinne als Interessenvertretung der deutschen Internet-Wirtschaft
gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in
internationalen Gremien. Für Internet-Startups bietet eco eine eigens
hierfür geschaffene Mitgliedsform und unter www.ecostartup.de
Informationen speziell für junge Online-Unternehmen an.
    
    Anmeldung zum Sicherheitsgipfel in Brüssel
    Email an team@dripke.de oder Fax 0611/719290
    
ots Originaltext: eco Electronic Commerce Forum e.V.
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Weitere Informationen:
Verband der deutschen Internet-Wirtschaft,
eco Electronic Commerce Forum e.V.,
Grasweg 2, 50769 Köln,
Tel: 0221/9702407,
E-Mail: info@eco.de

PR-Agentur:
Team Andreas Dripke GmbH,  
Tel: 0611/973150,
Email: team@dripke.de

Original-Content von: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

Das könnte Sie auch interessieren: