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Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten
Am Sonntag, 21. Februar 2016, 19:20 Uhr vom WDR im Ersten

München (ots) - Moderation: Michael Strempel

Geplante Themen:

Malediven: Urlaubsparadies als Terroristenheimat / Sie sind das Traumziel vieler Deutscher: die Malediven, unendliche Strände, türkisblaues Wasser. Etwa hunderttausend Bundesbürger reisen jedes Jahr in den islamischen Staat, der aus mehr als 1100 Inselgruppen besteht. In diesem Jahr sind die Malediven offizielles Partnerland der Internationalen Tourismusbörse ITB. Was viele nicht wissen: Von den Malediven ziehen vor allem junge Männer für den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) in den Krieg, mehr als 200 Personen sollen es sein, für das kleine Land eine beachtliche Zahl. Spricht man die Inselbewohner darauf an, schweigen viele. Schließlich stoppt die Polizei die Dreharbeiten des ARD-Teams und verhängt ein zehnjähriges Einreiseverbot für die Crew. Die Außenministerin verteidigte diesen Schritt vor wenigen Tagen ausdrücklich. (ARD Neu Delhi / Markus Spieker)

England: Stimmung gegen Muslima / Ruhi ist jung, Britin und trägt Kopftuch, wie viele Muslima im Königreich. Früher wurde das toleriert, doch mittlerweile sind Frauen wie Ruhi Zielscheibe von Angriffen. Ruhi erzählt, als sie in einem Vorstadtzug unterwegs war, kam ein Mann auf sie zu und forderte sie auf, den Zug zu verlassen. Er befürchtete, Ruhi könne alle Passagiere in die Luft jagen. Solche verbalen, aber auch körperlichen Attacken haben seit den Anschlägen von Paris zugenommen, bestätigt die Polizei. Die islamfeindliche Stimmung in Großbritannien ist angeheizt. Von der Regierung fühlen sich die muslimischen Frauen im Stich gelassen. (ARD Studio London / Julie Kurz)

Kenia: Die Perlenmädchen / Sie sind bunt und der Inbegriff von Schönheit für das Volk der Samburu im Norden Kenias: Perlen. Aber sie haben noch eine ganz andere Bedeutung: Schenkt ein Moran, ein junger Mann, einem Mädchen Perlen, heißt das, er darf Sex mit ihr haben, wann immer er will. Oft sind diese "Perlen-Mädchen" erst 7, 8, oder 9 Jahre alt. Die Samburu pflegen diese Tradition und Frauen haben da nicht viel zu sagen. Dagegen kämpft Josephine Kulea, selbst eine Samburu. Sie will die Perlenmädchen retten und vor allem zur Schule schicken. (ARD Studio Nairobi / Sabine Bohland)

Afghanistan: Helden des Alltags / "Kabul ist wie ein Gefängnis, überall nur hässliche Mauern", sagen Omaid Sharifi und seine Freunde. Sie sagen auch: "Wir wollen unsere Stadt zurück." Deswegen nehmen sie sich etwas heraus, was unerhört scheint. Sie bemalen in ihrer Freizeit die Sicherheitsmauern von Kabul. Mauern, die sonst vor Attentätern schützen. Es begann mit Augen. "Wir sehen euch", wollen sie sagen - überall in Kabul, im ganzen Land, das als eines der korruptesten der Welt gilt. Die jungen Leute wollen das nicht akzeptieren. Sie wollen ihr Land verändern, ihre Botschaft: Korruption lässt sich nicht verstecken. (ARD Studio Neu Delhi / Gábor Halász)

USA: Trotz Arbeit kein Zuhause / Allein in New York leben rund 60.000 Menschen in Obdachlosenheimen, 24.000 von ihnen sind Kinder. Die Mitchells sind auf den ersten Blick eine ganz normale Familie: Vater Chequan arbeitet auf dem Bau, Mutter Kali in einer Kindertagesstätte, am Wochenende gehen sie mit den Kindern auf den Spielplatz. Was ihnen fehlt, ist ein eigenes Zuhause. Sie sind auf der Straße gelandet, als der Vermieter wieder einmal die Miete erhöhte, Mutter Kali gerade schwanger war und nicht mit verdienen konnte. Ironie des Schicksals: Der frühere Vermieter hat sein Haus jetzt der Stadt vermietet, die es in ein Obdachlosenheim verwandelte. Dem Eigentümer bringt das höhere Mieteinnahmen. (ARD Studio New York / Jan Philipp Burgard)

Redaktion: Heribert Roth/Petra Schmitt-Wilting

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