ARD Das Erste

"ttt - titel thesen temperamente" (MDR) am Sonntag, 20. September 2015, um 23:40 Uhr

München (ots) - Geplante Themen:

Unter dem Einfluss des Blues - Keith Richards "Crosseyed Heart" Als Gitarrist der "Greatest Rock'n'Roll Band IN The World", das war die legendäre Phrase bei der Ankündigung der Stones im Hyde Park Concert 1969, seit dem immer wieder so wiederholt, wurde er zur Ikone, zum furchengesichtigen Avatar des Rock: Keith Richards. Der Rockstar brennt für die Rolling Stones, feuert seit über 50 Jahren auf der Bühne seine monumentalen Riffs ab. Doch das allein gibt ihm noch lange keine Satisfaction. Jetzt veröffentlicht er ein Solo-Album: "Crosseyed Heart" lässt Keith Richards, den Bluesman hören, den von Muddy Waters inspirierten Musiker, der alle Skandale und Exzesse seines Lebens spielend überlebt hat. Vom Einfluss des amerikanischen Blues auf den britischen Rocker, "ttt "traf ihn zu einem exklusiven Interview. Autor: Andreas Lueg

Der Wille zum Aufstieg - Die erste umfassende Biografie von Gerhard Schröder "Eine beeindruckende Lebensleistung" bescheinigt Otto Schily seinem Freund Gerhard Schröder, der aus "schwierigen Familienverhältnissen kam" und es bis zum Bundeskanzler brachte. Wie ärmlich diese Verhältnisse waren und wie Schröder zu einer "imposanten Figur" (Schily) wurde, das beschreibt der Historiker Gregor Schöllgen in seiner Biographie. Schöllgen hatte uneingeschränkten Zugang zu allen Aufzeichnungen und Akten Schröders, bekam erstmals auch dessen Stasi-Akte zur Ansicht. Schöllgen beschreibt den Weg des Aufsteigers Schröder, der es bis ins Bundeskanzleramt schaffte, manchmal brachial, manchmal listig, manchmal glücklich. Als Bundeskanzler verweigert er den USA die Gefolgschaft im Irakkrieg, mit seiner Agenda-2010-Reformpolitik hat er Deutschland verändert - diese beiden Leistungen werden immer mit dem Namen Gerhard Schröder verbunden sein, so Schöllgen, der dem Gegenstand seiner Betrachtung durchaus kritisch gegenübersteht. Schröders Hang zu eitlen Inszenierungen werden ebenso kritisiert wie seine Neigung zu streitbaren Freunden, wie Wladimir Putin und Carsten Maschmeyer. Schöllgen sprach mit vielen Weggefährten - Freunden und Verwandten, Gegnern und Rivalen, Förderern und Neidern, Opfern und Bezwingern. Im Beitrag äußern sich neben dem Biographen Gregor Schöllgen der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily und der Publizist Stefan Aust. Autor: Tom Fugmann

Einer der vielversprechendsten seiner Art - Der ARD-Musikwettbewerb Dieser Wettbewerb ist für Musiker weltweit eine große Hoffnung. Wer gewinnt, ist dem Traum von einer musikalischen Karriere etwas näher. Große Namen im Klassikbetrieb haben es vorgemacht: Thomas Quasthoff (1988), Anne Sofie von Otter (1982) und sogar Jessye Norman (1968) gewannen und starteten durch. Seit 1952 gibt es den ARD-Musikwettbewerb, der jährlich in München stattfindet. Im Fach Gesang kamen dieses Mal vier Sängerinnen ins Finale, kein Mann und niemand aus Deutschland. Dafür wunderbare Stimmen aus den USA, aus Südkorea, England und Frankreich. "ttt" hat die vier Gesangskandidatinnen vor der mit Spannung erwarteten Jury-Entscheidung begleitet und ihrem Gesang zugehört. Juroren wie die Gesangslegenden Helen Donath und Anja Silja kommentieren das Ereignis und sprechen über Qualität und Defizite der jungen Stimmen. Die Siegerehrung: ein Ereignis voller Umarmungen, Tränen und Euphorie. "ttt" erzählt die Geschichte von den Siegerinnen und denen, die leer ausgingen. Autor: Reinhold Jaretzky

Der Prophet Mohamed - eine Abrechnung von Hamed Abdel-Samad Seit er bei einem Vortrag sagte, der islamische Faschismus habe schon mit Mohamed begonnen, ist Hamed Abdel-Samad von Islamisten mit dem Tod bedroht. "ttt" trifft den unter Polizeischutz stehenden Islamwissenschaftler, um über sein jetzt erscheinendes Buch "Mohamed. Eine Abrechnung" zu sprechen. Darin fordert er alle Muslime dazu auf, den Koran als ein "menschliches Produkt" im historischen Kontext zu betrachten und Mohamed als einen widersprüchlichen Propheten, der seine anfangs friedvolle Lehre erst mit Kriegen durchsetzen konnte, denen die IS-Terroristen nun nacheifern. Gerade auch die Rolle, die der Koran der Frau zuschreibt, so glaubt Hamed Abdel-Samad, ist eine Folge von Mohameds psychischer Disposition, die von Narzissmus, Kontrollzwang und Verlustangst geprägt war. Autor: Norbert Kron

Moderation: Max Moor

Redaktion: Jens-Uwe Korsowsky / Matthias Morgenthaler

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