ARD Das Erste

"Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 12. Mai 2015, um 22.45 Uhr

München (ots) - Das Thema:

Blechnapf oder Goldener Löffel: Ist jeder seines Glückes Schmied?

Reichtum, Karriere, Prestige und Anerkennung. Das verspricht und verlangt unsere Leistungs- und Wohlstandsgesellschaft. Aber wie funktionieren die Regeln des sozialen Aufstiegs? Kann es jeder bis ganz nach oben schaffen? Und was geschieht, wenn dieser Lebenstraum sich nicht erfüllt, oder - viel dramatischer - wenn man mit Millionenschulden vor dem Ruin steht?

Gäste:

Abi Ofarim (Sänger und Ex-Millionär) Martin Semmelrogge (Schauspieler in Privatinsolvenz) Irina Beller (Millionärsgattin) Sarah Wiener (Köchin und Unternehmerin) Franz Meurer (Pfarrer)

Abi Ofarim

An der Seite seiner Partnerin Esther war er in den sechziger Jahren weltweit umjubelter Popstar, verdiente und verprasste Millionen. "Geld hat einen großen Reiz, aber einen sehr negativen Einfluss", sagt er über seinen Absturz. Teure Drogen brachten ihn für einen Monat in U-Haft. "Das war meine Rettung", so der deutsch-israelische Musiker ("Cinderella Rockefella"). Denn in der JVA Stadelheim machte er einen Drogenentzug. Fortan zahlte der heute 77-Jährige fast 30 Jahre lang seinen Gläubigern Schulden in Höhe von einer Million Mark zurück. Erst an seinem 70. Geburtstag war er schuldenfrei.

Martin Semmelrogge

"Mein Leben war immer eine Achterbahn", sagt der Schauspieler, der schon in jungen Jahren große Erfolge feierte ("Das Boot"). Nach 30 Vorstrafen und mehreren Gefängnisaufenthalten - meist wegen Verkehrsdelikten - geriet er Anfang des Jahres erneut in die Schlagzeilen, als er Privatinsolvenz anmelden musste. Durch den Kauf einer überteuerten Ostimmobilie und Verdienstausfälle während seiner letzten Haftzeit hatten sich Schulden in sechsstelliger Höhe angehäuft. "Zum Glück bin ich gerade gut gebucht und arbeite ununterbrochen, um alles zurückzuzahlen", sagt der 59-Jährige.

Irina Beller

"Heiraten Sie reich. Tun Sie alles, was dafür notwendig ist, denn Geld macht glücklich", rät die Schweizerin in ihrem Buch "Hello Mr. Rich" und gibt Ratschläge, wie man sich einen Millionär angelt. Die gebürtige Ukrainerin weiß, wovon sie schreibt. Sie ist in dritter Ehe mit einem millionenschweren Bauunternehmer verheiratet. Die Millionärsgattin ist überzeugt, dass die meisten Frauen ohne Arbeit und mit viel Luxus leben wollen, so wie Irina Beller selbst.

Sarah Wiener

Mit 16 schmeißt sie die Schule, trampt durch Europa, lebt mit Anfang 20 als alleinerziehende Mutter in Berlin. "Ich war Sozialhilfeempfängerin, habe von Resten gelebt", sagt Sarah Wiener. Mit 28 Jahren packt die Österreicherin der Ehrgeiz, und sie kämpft sich nach oben. Heute betreibt die Köchin unter anderem mehrere Restaurants, ist Chefin von über 100 Angestellten. Existenzängste plagen sie selten: "Ich bin entspannter als andere, weil ich gesehen habe, wie es ganz unten aussieht, wenn man auf der Straße lebt und nichts zu essen hat."

Franz Meurer

Kann jeder Mensch den Aufstieg ganz nach oben schaffen? Dieses Ziel ist dem katholischen "Sozialpastor" fremd. "Die meisten träumen einfach davon, eine sozialversicherungspflichtige Stelle zu haben", sagt der Kölner Pfarrer. Der "Ghetto-Prediger" engagiert sich seit vielen Jahren für sozial Benachteiligte und ihre Kinder. "Eine Chance alleine reicht denen aber nicht. Die brauchen jemanden, der sie anleitet und sagt: Du packst das."

"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.

Redaktion: Klaus Michael Heinz

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